Kolpingsfamilie dankte mehreren Mitgliedern

Paul und Heidi Herrmann mit großem Beifall in den „Ruhestand“ verabschiedet

Besonderen Dank erfuhren Heidi und Paul Herrmann.

 

Denzlingen (hg). Es war kein „Kolping-Gedenktag“ wie alle Jahre im Dezember, wenn sich bundesweit die Kolpingsfamilien anlässlich des Todesdestages (4. Dezember 1865) des Gründers des Kolpingwerkes, Adolph Kolping, versammeln, um sich seines Auftrags zu erinnern. Die Denzlinger Kolpingsfamilie, die 2008 ihr 50-jähriges Bestehen feierte, hatte diesmal Anlass zu einigen Mitglieder-Ehrungen. Besonderen Dank erfuhren Heidi und Paul Herrmann, die seit Jahren bei vielen Veranstaltungen die Küche leiteten. 

Die Denzlinger Kolpingsfamilie begeht den „Kolping-Gedenktag“ seit Jahren jeweils am Vorabend des zweiten Adventssonntages, wobei man sich mit den Angehörigen und Gästen bereits zum Sonntag-Vorabendgottesdienst in der St. Jakobuskirche zum Gedenkgottesdienst einfindet. Anschließend geht es in den Gemeindesaal, wo nach dem gemeinsamen Abendessen jeweils eine Gedenkfeier stattfindet. Einige Denzlinger Mitglieder der Kolpingsfamilie zogen vor Jahren in die Gemeinde, nachdem sie anderorts bereits in eine dort ansässige Kolpingsfamilie eingetreten waren. So ist es zu erklären, dass einige Denzlinger Mitglieder bereits länger dabei sind als die örtliche Kolpingsfamilie besteht, die erst 1958 vom damaligen Pfarrer Hermann Hoch gegründet wurde.

Mit großem Dank und mit viel Beifall wurden im Rahmen der diesjährigen Gedenkfeier die Eheleute Paul und Heidi Herrmann nach vielen Jahren ehrenamtlicher Arbeit „verabschiedet. Paul Herrmann war in seinem aktiven Berufsleben 28 Jahre lang bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1998 Küchenchef in der Freiburger Universitätsmensa, wo er mit einem großen Team von Mitarbeitern täglich über 5000 Essen zubereitete, angefangen von der Planung über den Einkauf bis zur Fertigung und Essensausgabe. Zuvor hat er den Beruf des Kochs solide gelernt und war in verschiedenen renommierten Küchen in Freiburg und Straßburg tätig. Sein Wunsch, etwas mehr Zeit für die Familie zu haben, waren ausschlaggebend dafür, dass er sich für die Arbeit in einer Großküche entschied, wo er wenigstens am Wochenende etwas mehr Freizeit hatte.

Dass er sein großes fachliches Wissen und Können auch in seiner Freizeit einbrachte, nämlich als Mitglied der Denzlinger Kolpingsfamilie bei ungezählten Gelegenheiten, wo er mit einem Team von Frauen und Männern in der Küche stand, um für Besucher von ungezählten Gemeindefesten etwas Ordentliches auf den Teller zu bringen, gehört nicht zu jenen erwarteten ehrenamtlichen  „Selbstverständlichkeiten“, sondern verdient sicher zurecht besonderen Dank.

Mit an seiner Seite, und das nicht nur bei der Arbeit in der Küche, stand Paul Herrmanns Frau Heidi, die daher ebenso wie ihr Mann den Dank der Kolpingsfamilie erfuhr, den Wolfgang Humpfer als Sprecher zum Ausdruck brachte. Nach seiner sehr beachteten Meditation über die besondere Rolle der Frau im Leben der Menschen, nahm Wolfgang Humpfer zusammen mit Kolping-Präses Hermann Vogt auch noch einige weitere Ehrungen langjähriger Mitglieder vor, von denen allerdings nicht alle zum Gedenktag kommen konnten: Rolf Kirner, Franz Mayer und Peter Gehring (je 40 Jahre Mitglied) sowie Helga Haßler, Elli Kropat, Gisela Mayer, Maria Ostermaier, Elisabeth Staiger und Annegret Kammans, die alle jeweils seit 25 Jahren Mitglied der Denzlinger Kolpingsfamilie sind.

Die erschienenen Geehrten der Denzlinger Kolpingsfamilie.

 

 

Führung in der Münsterbauhütte

Kolpingsfamilie voller Bewunderung vor Kunsthandwerk

Die Denzlinger Besuchergruppe vor der Münsterbauhütte.

 

Denzlingen (hg). Eine nicht alltägliche Führung durch die Freiburger Münsterbauhütte erlebte eine 23-köpfige Besuchergruppe der Denzlinger Kolpingsfamilie  am Donnerstag, 9. Oktober 2014. Kompetenter Informant war der Leiter des Freiburger Augustinermuseums und des Museums für Stadtgeschichte, Peter Kalchthaler.

Er würzte seine ebenso spannende wie aufschlussreiche Führung mit zahlreichen Hintergrundinformationen zur Baugeschichte des Freiburger Münsters. Die relativ lange Bauzeit von über 300 Jahren, wobei freilich dazwischen 100 Jahre nicht gebaut wurde, stand im besonderen Blickfeld. So hätten die Handwerker, die das Münster bauten, ein besonders hohes Ansehen genossen, was sich nicht zuletzt auch in einer ungewöhnlich hohen Entlohnung ausgewirkt habe. Sage und schreibe das Siebenfache dessen, was gewöhnliche Handwerker für ein Tagwerk bekamen, sei ihnen damals zugeflossen. Dies gelte leider nicht für die heute in der Münsterbauhütte Beschäftigten, nämlich elf Steinmetze, zwei Bildhauer, drei Lehrlinge und die Münsterbaumeisterin, die allesamt eine hoch qualifizierte Arbeit leisteten, wovon sich die Besucher der Kolpingsfamilie in der Werkstatt überzeugen konnten.

Bewunderung riefen auch die Erläuterungen von Peter Kalchthaler hervor, mit welcher technischen Akribie vor hunderten von Jahren die hochqualifizierten Münsterbauer mit Hilfe von Treträdern, von denen es heute noch drei im Münster gibt, und Flaschenzügen das schwere Gestein in schwindelnde Höhe transportierten.

Zum Abschluss konnten die Besucher in mehreren Ausstellungsräumen zahlreiche Ausstellungsstücke des Freiburger Münsters besichtigen, zum Beispiel Figuren und Steinornamente, und erfuhren auch, dass noch ein sehr großer Teil vom ursprünglichen Gesteinskörper des Münsters im Original vorhanden sei, was darauf zurück zu führen sei, dass der Sandstein – zumindest sehr viele Teile davon - sehr verwitterungsbeständig sei.

Sehr interessierte Beobachter mit  Peter Kalchthaler. Fotos: Lothar Panterodt

Josef Haas verstarb mit 77 Jahren

Denzlinger Kolpingsfamilie würdigte Gründungs-Senior

 

Denzlingen (hg). Im Alter von 77 Jahren verstarb Josef Haas, ein Sohn der Familie Haas des ehemaligen Denzlinger Gasthauses „Krone“ am 10. April. Eine kleine Delegation der Denzlinger Kolpingsfamilie gab dem Verstorbenen am Dienstag, 15. April 2014, in Bad Säckingen das letzte Geleit.

Josef Haas wurde am 19. März 1937 in Denzlingen geboren. Er absolvierte als junger Mann sowohl eine Lehre als Metzger wie als Bankkaufmann, ehe er auf dem zweiten Bildungsweg auch noch das Abitur ablegte und studierte, nämlich die Schulfächer Französisch und Sport, die er über viele Jahre am Gymnasium von Bad Säckingen unterrichtete. Im Jahr 1958 wurde er unter dem damaligen Pfarrer Hermann Hoch der erste Vorsitzende der Denzlinger Kolpingsfamilie. Als Gründungssenior leitete er diese von 1958 bis 1961. Mit seiner Heimatgemeinde Denzlingen blieb der Verstorbene stets verbunden und war bei verschiedenen Festanlässen immer wieder auch als Redner gefragt.

Seine Liebe zur französischen Sprache und zu Frankreich generell veranlasste ihn seit den sechziger Jahren, nachdem zwischen Adenauer und De Gaulle der deutsch-französische Vertrag unterzeichnet war, zahlreiche Städtepartnerschaften zu vermitteln. So zum Beispiel auch zwischen Denzlingen und der südfranzösichen Stadt Saint Syr sur Mer im Jahr 1974. Der damalige Denzlinger Bürgermeister Wolfram Dennig flog mit Josef Haas und Hauptamtsleiter Helmut Käfer nach St. Cyr und machte die bereits angebahnte Partnerschaft per Handschlag perfekt.

Leider war es dem Vermittler dieser Städtepartnerschaft nun nicht mehr vergönnt, das 40-jährige Bestehen dieser Partnerschaft im Juli dieses Jahres beim Europafest in Denzlingen mitzufeiern. Dabei war diese Städtepartnerschaft durchaus nicht die einzige, die durch seine Initiative zustande kam. Insgesamt zählt man nämlich sage und schreibe 34 Städtepartnerschaften zwischen deutschen und französischen Gemeinden, die auf seine persönlichen Vermittlungen zurückgehen. Fährt man zum Beispiel an der Küstenstraße von Marseille in Südfrankreich in Richtung Toulon, also auch vorbei am Strand von St. Cyr, dann wird man die Früchte seiner Partnerschaftsbemühungen nicht übersehen, denn sehr oft kann man dort am Ortsschild auch den Namen einer Stadt oder Gemeinde des Landkreises Emmendingen lesen.

Das sind durchweg „Josef-Haas-Früchte“. Insofern hat sich Josef Haas um die konkrete Verwirklichung und Verlebendigung der deutsch-französischen Freundschaft an der Basis bleibende Verdienste erworben. Sicher wäre dies ein guter Grund, eine Straße oder ein Gebäude in Denzlingen nach diesem verdienten Sohn der Gemeinde zu benennen.

Kolping-Vorstand findet Unterstützung

Förderung sozialer Projekte im Vordergrund – Kolpingsfamilie als Sozialverband


Denzlingen (hg). Die Mitglieder der Kolpingsfamilie Denzlingen trafen sich am Freitag, 14. März 2014,  zur Generalversammlung. Ein ausführlicher Rechenschaftsbericht und Vorstandswahlen standen im Mittelpunkt. Auch in Zukunft, so die klare Meinung der anwesenden Mitglieder, soll die Kolpingsfamilie in der Gemeinde wirken.

Der Sprecher des Vorstandsteams, Wolfgang Humpfer, ließ die Aktivitäten des zurückliegenden Jahres Revue passieren, darunter ein Besuch der Windenergieanlagen in Freiamt, die Gestaltung des Altars für die Fronleichnamprozession, die Teilnahme an der Sternwallfahrt der Region nach Gündlingen und die Frühjahrswanderung auf den Schönberg. Dazu gehörte ferner die Mitarbeit bei der Bewirtung beim Pfarrfest, aber auch ein Sommerausflug zur Freilichtbühne Hornberg, ferner der Jahresausflug zur Landesgartenschau nach Sigmaringen und die aktive Mitarbeit am Festwochenende 100 Jahre Pfarrkirche St. Josef. Gut besucht war – neben etlichen weiteren Treffen - auch der Vortragsabend mit Dieter Ohmberger über „Geschichten aus der Geschichte Denzlingens“.

Am Kolpinggedenktag 2013 berichtete Diakon Harald Stefanovici von der evangelischen Gemeinde über seine Erfahrungen mit dem Projekt „Mittagstisch für bedürftige und wohnungslose Menschen“, wofür die Kolpingsfamilie eine Spende in Höhe von 1.500 Euro leistete. Besondere Erwähnung fand die Mitarbeit im Arbeitskreis „Caritas und Soziales“ der Seelsorgeeinheit und nicht zuletzt der Arbeitsschwerpunkt „Engagement für Alleinerziehende“ mit mehreren konkreten Aktionen. Seit Jahren engagieren sich jüngere Mitglieder der Kolpingsfamilie gemeinsam mit Jugendlichen der katholischen Jugendverbände der Pfarrgemeinde St. Jakobus bei den Altpapiersammlungen, wofür der Kolpingvorstand ausdrücklich dankte.

Weiterhin als Sozialverband aktiv

Schatzmeister Franz Mayer legte einen soliden Kassenbericht vor, so dass Peter Birkle und Heinz Staiger als Kassenprüfer ebenfalls Positives zu berichten hatten und der Versammlung die Entlastung des Schatzmeisters empfahlen. Auf Antrag von Alfred Stech wurde der Vorstand schließlich insgesamt entlastet. Unter der Wahlleitung von Lothar Panterodt wurden Präses Hermann Vogt (in Abwesenheit),  Wolfgang Humpfer,  Schatzmeister Franz Mayer, Gabi Panterodt und Dietmar Welte mit hoher Stimmenzahl wiedergewählt, während Patricia Fuchs und Helmut Gall nach langjähriger Mitarbeit im Vorstand nicht mehr kandidierten. Nach der Vorstellung des geplanten Programms für das zweite Halbjahr 2014 dankte Norbert Gross als neuer Vorsitzender der Stiftung St. Josef der Kolpingsfamilie für eine Spende von 400 Euro für die Festschrift und die Unterstützung bei der 100 Jahr-Feier der Kirche St. Josef im September 2013.

Aus den Reihen aller Kolping-Mitglieder war der Wunsch zu spüren, dass man auch weiterhin das gemeinschaftliche Miteinander in der Kolpingsfamilie pflegen solle. Eine aktive Mitarbeit der Kolpingsfamilie als Sozialverband in der Pfarrgemeinde wie in der politischen Gemeinde nach dem gewählten Motto „Kolping strahlt aus“, zum Beispiel durch die Mitarbeit im AK Caritas und Soziales, Engagement für Alleinerziehende und durch die Unterstützung des Projektes „Mittagstisch für Bedürftige“ bleibe weiterhin auf der Agenda der Kolpingsfamilie Denzlingen.

Weihnachtsbäume für Familien

Denzlingen (hg). Frohe Gesichter gab es am Samstag, 14. Dezember 2013, in der Bahnhofstraße, wo sich bei Wolfgang Humpfer, dem Sprecher der Denzlinger Kolpingsfamilie, zahlreiche Familien, darunter nicht wenige Alleinerziehende, trafen, um einen wenige Tage zuvor geschlagenen Christbaum abzuholen.

Im Rahmen der Arbeit mit Alleinerziehenden Familien wurde in einer Sitzung des Arbeitskreises „Caritas und Soziales“ der Seelsorgeeinheit an der Glotter offenbar, dass es nicht wenige Familien gibt, die sich seit Jahren keinen Christbaum leisten können. Diese Tatsache nahm der Vertreter der Kolpingsfamilie zum Anlass, im Arbeitskreis wie bei der Kolpingsfamilie selbst einen Spendenaufruf zu starten, damit diese Familien das Weihnachtsfest mit einem Christbaum feiern können. Letztlich wurden die in Aussicht gestellten Zusagen mehrerer Mitglieder von einer großen Spende eines Kolpingfreundes überholt, mit der man sogar die ganze Aktion finanzieren konnte.

Die Zusammenarbeit im Arbeitskreis „Caritas und Soziales“ und die Kontakte der Mitglieder des AK zu allein erziehenden Familien und darüber hinaus auch zu einigen bedürftigen Familien in Denzlingen, für die der Kauf eines Christbaumes auch nicht möglich ist, hat dazu geführt, dass für 13 Familien ein Christbaum gekauft werden konnte. Darüber hinaus wurde für 10 Familien auch der notwendige Christbaumständer angeschafft. Erfreulich war auch, dass man die Bäume mit einem beachtlichen Sonderrabat bei der Buchholzer Christbaumzucht Raith/Schmidt erwerben konnte. Die Christbäume und Christbaumständer wurden den Familien am Samstag vor dem 3. Advent bei einer Tasse Tee bzw. Kinderpunsch und Hefezopf von Frauen und Männern des Arbeitskreises „Caritas und Soziales“ übergeben.