Ökumenische Kolpingsfeier

Kolpingsfamilie unterstützt Ökumenischen Jugendchor

Die anwesenden Geehrten bei der Kolping-Gedenkfeier (von rechts): Geistliche Leiterin Veronika Scherzinger, Klaus Hassler, Helmut Herr, Robert Daum, Helmut Gall und Kolping-Sprecher Wolfgang Humpfer.
Die anwesenden Geehrten bei der Kolping-Gedenkfeier (von rechts): Geistliche Leiterin Veronika Scherzinger, Klaus Hassler, Helmut Herr, Robert Daum, Helmut Gall und Kolping-Sprecher Wolfgang Humpfer.


Im Rahmen der alljährlich im Advent stattfindenden „Kolping-Gedenkfeier“ in Erinnerung an den Gründer der Kolpingsfamilien, Adolph Kolping (1813-1865), feierte die Denzlinger Kolpingsfamilie am Samstag, 9. Dezember 2017, in der Kirche St. Jakobus einen Abendgottesdienst mit Pfarrer Nelson Ribeiro. Als Geistliche Leiterin der Kolpingsfamilie hielt dabei Veronika Scherzinger eine sehr beachtete Predigt.

Zur musikalischen Gestaltung der Feier hatte man den Ökumenischen Jugendchor eingeladen, der unter der Leitung von Felizitas Karmann einige Lieder sang. Am Schluss des Gottesdienstes überreichte der Sprecher der Kolpingsfamilie, Wolfgang Humpfer, dem Chor-Leitungsteam einen Scheck in Höhe von 1000 Euro – als Beitrag für die erwarteten Kosten anlässlich der Teilnahme des Jugendchores an einem europäischen Chortreffen in Barcelona im nächsten Jahr.

Bei der anschließenden Gedenkfeier in Verbindung mit einem gemeinsamen Essen im Gemeindesaal wurden aus der Hand der Geistlichen Leiterin und des Sprechers insgesamt zehn Mitglieder für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt: Für 40 Jahre waren dies Helmut Herr, Helmut Gall und Werner Schühle. Für 50 Jahre: Bernhard Schill, Klaus Burger, Heinz Steiger und Robert Daum. Klaus Hassler, der bereits vor der Gründung der Denzlinger Kolpingsfamilie im Jahr 1958 in Freiburg in die dortige Kolpingsfamilie eingetreten war, konnte für 60 Jahre geehrt werden; ebenso Rupert Köpfer und Gerhard Römer sogar für 65 Jahre.

Kolpingsfamilie dankte ihren Jubilaren

Maria und Wolfgang Humpfer waren nicht zum letzten Mal bei einem Jubilare-Essen dabei. Sie werden Denzlingen nämlich nicht verlassen, wie letztes Jahr geplant, sondern bleiben zu unserer Freude hier.

 
Zum traditionellen Essen der Jubilare lud die Denzlinger Kolpingsfamilie am Dienstag, 17. Oktober 2017, in den kleinen Gemeindesaal St. Jakobus ein. Ein bewährtes Team um Gabi Panterodt hatte alles Nötige vorbereitet, um einen sehr gemütlichen Rahmen für einen gelungenen Abend zu ermöglichen. Seit Jahren lädt die Kolpingsfamilie jeweils im Herbst jene Jubilare ein, die im Laufe des Jahres ihren 70. oder durch fünf teilbaren weiteren Geburtstag feiern können. Für das leibliche Wohl sorgte in der Küche diesmal Otto Andris, ein versierter Koch, der allseits großes Lob für seine Kochkunst erntete. Namens der Jubilare sprachen Wolfgang Humpfer und Helmut Gall Dank an jene Mitglieder der Kolpingsfamilie, die sich zu diesem Anlass wie Angehörige einer privaten Familie zeigten. Die Pflege der Familiengemeinschaft gehört neben dem Engagement im Beruf, in Gesellschaft und Kirche zu jenen Feldern, die für die Kolpingsfamilie wesentlich prägend sind. Unser Bild zeigt die Geburtstagsjubilare mit ihren Partnern.

Die Geburtstagsjubilare des Jahres 2017.

Puppenspiel vor vollem Haus

Viele begeisterte Kinder folgten dem Geschehen auf der Puppenbühne.


Kolpingsfamilie empfing die Freiburger Puppenbühne

Denzlingen (hg). Groß wie noch nie zuvor war der Besucherandrang beim Puppenspiel im Gemeindesaal von St. Jakobus, zu dem die Denzlinger Kolpingsfamilie am Sonntag, 29. Oktober, bereits zum achten Mal die Freiburger Puppenbühne eingeladen hatte. Auch diesmal mussten die Familien mit ihren Kindern kein Eintrittsgeld bezahlen, denn das Honorar bezahlte die Kolpingsfamilie. Lediglich eine freiwillige Spende erbat Kolping-Sprecher Wolfgang Humpfer bei seinem Grußwort, um mit diesem Geld weitere Veranstaltungen bei freiem Eintritt finanzieren zu können.

Sehr herzlich begrüßte der Kolping-Sprecher die erfreulich zahlreich erschienenen kleinen und großen Gäste. Man zählte diesmal die bisher größte Besucherzahl von 260 Personen, darunter rund 60 Prozent Kinder. Sehr herzlich hieß Humpfer die beliebte Puppenspielerin, Karin Minuth, willkommen, die mit ihren wunderschönen  - selbstgefertigten (!) Puppen das beliebte Stück „Der kleine König Eselsohr“ aufführte.

Da neben den besonders eingeladenen Kindern ab drei Jahren auch etliche deutlich jüngere Geschwister erschienen, bat sie eingangs um Verständnis, dass man sich gegebenenfalls dezent entfernen sollte, wenn ein Kind noch zu klein wäre, um dem Geschehen auf der Puppenbühne zu folgen, so dass andere Kinder möglicherweise dadurch gestört würden. Alles verlief danach jedoch absolut reibungslos und das Stück wurde auch diesmal ein Riesenerfolg, zumal die kleinen Zuschauer oft in der Geschehen auf der Bühne einbezogen wurden. Selbstverständlich gehörte dazu die obligatorische Eingangsfrage, ob denn auch alle Kinder da seien. Natürlich waren sie da, und wie! Ein lautes vielstimmiges Ja erscholl nämlich durch den Gemeindesaal.

Danach durften die Kinder aber auch tatkräftig mitforschen, als es darum ging, den Kasper und dessen Hund Bello bei der Suche nach dem verschwundenen König zu unterstützen. Dass man diesen bei so viel Hilfsbereitschaft durch die Kinder schließlich auch tatsächlich fand, wenngleich mit seltsamen Eselsohren, mag nicht verwundern.  

Dr. Johannes Minuth sowie seine Frau Karin bilden das bewährte Ensemble der Freiburger Puppenbühne. Seit Herbst dieses Jahres ist auch Sohn David, ein ausgebildeter Architekt und Werklehrer, als freischaffender Puppenspieler in die Fußstapfen seiner Eltern getreten. Man darf sich also auch in Zukunft auf weitere gut besuchte Puppenspiele im Gemeindesaal von St. Jakobus freuen, wenn die Denzlinger Kolpingsfamilie dazu einlädt.

 

Karin Minuth mit ihrem verzauberten König „Eselsohr“.
Wolfgang Humpfer bei der Begrüßung der Besucher und der Puppenspielerin.

Kasper erfreute sich wieder großer Unterstützung durch alle Kinder.

Freude für 14 Familien mit 33 Kindern

Familienprojekt der Kolpingsfamilie findet besten Anklang – Mit kirchlicher Hilfe

Denzlingen (hg). Im Rahmen ihres Familienprojektes „Ferienfreude im MACH BLAU“ unterstützt die Denzlinger Kolpingsfamilie aktuell insgesamt 14 Familien mit 33 Kindern. Der finanzielle Einsatz hierfür beträgt insgesamt 1.100 Euro. Bei möglichen Nachmeldungen werde man nach Kräften weitere Unterstützung leisten, betonte Kolpings-Sprecher Wolfgang Humpfer.

Auch in Denzlingen gibt es zunehmend Familien mit geringem Einkommen, die sich in den Schulferien ihrer Kinder keinen Urlaub leisten können und die vielfach auch kein Geld  haben, ihren Kindern zumindest hin und wieder einen Schwimmbadbesuch im „MACH’ BLAU“ zu ermöglichen. Dazu gehören insbesondere alleinerziehende Familien und  Flüchtlingsfamilien.

In den letzten Jahren wurde die Kolpingsfamilie Denzlingen zunehmend von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern/innen sozialer Institutionen und Initiativen angefragt, ob es möglich wäre, Kindern solcher Familien den Eintritt für einen Schwimmbadbesuch, unter anderem auch zum Besuch von einem Schwimmkurs der Gemeinde Denzlingen, zu bezahlen. Im Rahmen ihrer  Möglichkeiten hat die Kolpingsfamilie zuletzt bis zu 400 Euro zur Verfügung gestellt. Der tatsächliche Bedarf für eine solche Unterstützung ist jedoch weitaus höher.

Da ein Schwimmbadbesuch für Kinder eine sehr wichtige und oft auch die einzige Abwechslung in den Ferien ist, wo sie Freunde treffen und neue soziale Kontakte knüpfen können, initiierte die Kolpingsfamilie bereits im vergangenen Jahr ihr neues Familienprojekt „Ferienfreude im MACH’ BLAU“.  Der große Erfolg dieses Projektes im Jahr 2016 veranlasste den Vorstand der Kolpingsfamilie, dieses Projekt mit Beginn der Sommerferien 2017 erneut zu starten.  Dafür bemühte man sich im Vorfeld um Förderer in Form von privaten Spenden und Unterstützungsgeldern, um für das Projekt möglichst einen jährlichen Grundstock in Höhe von 1.000 aufzubringen. Mit besonderer Freude konnte man dabei registrieren, dass neben einer Privatperson auch das Erzbischöfliche Ordinariat jeweils 300 Euro aus einem Fond für „Flüchtlingsarbeit“ beisteuerten.

Mit dem Geld werden Bad-Eintrittskarten für Kinder und für Erwachsene als Begleitpersonen gekauft, die den Familien ohne große Verwaltungsschritte gezielt durch haupt- und ehrenamtliche Betreuungspersonen zur Verfügung gestellt werden.

Mit Rufhorn und Fanfaren begrüßt

Kolpingsfamilie besuchte eine abendliche Türmerführung zur „Kastelburg“

Denzlingen-Waldkirch (hg). 28 Mitglieder und Gäste der Denzlinger Kolpingsfamilie erlebten am Freitag, 28. Juli 2017, einen spannenden und unterhaltsamen Abend beim Besuch der Kastelburgruine unter der Führung eines leibhaftigen „Türmers“. Vereinbarter Treffpunkt in Waldkirch war der Marienbrunnen auf dem Marktplatz, wo die Besuchergruppe von Hubert Bleyer willkommen geheißen wurde.

In Begleitung  eines von der Burgherrschaft entsandten ortskundigen Hellebardenträgers  brach die insgesamt 60-köpfige Besuchergruppe auf, um den relativ steilen Weg zur 368 Meter hoch gelegene Kastelburg zu erklimmen. Nach zwei kurzen Verschnaufpausen trafen die „Knappen und Mägdelein“ schließlich am Graben vor der einstigen Zugbrücke ein. Dort hieß sie der „Türmer“ (Thomas Kern)  jedoch nicht sogleich herzlich willkommen, sondern fragte vielmehr zunächst misstrauisch nach des „Gesindels Begehr“, zumal ihm deren Gewandung höchst suspekt erschien. Auch die patrouillierende Burgwache zeigte sich nicht gerade in Freudenstimmung über das Erscheinen der fremden Eindringlinge aus „Denzilinga“ und anderen „Gauen Germaniens“. Ja sogar aus dem fernen Kanada waren einige „Kastelburg-Eroberer“ angereist.

Doch nachdem das Rufhorn des Türmers verklungen war, wurde das historisch gut nachempfundene mittelalterliche Schauspiel um die 1250 bis 1260 erbaute Kastelburg fortgesetzt. Auf dem Gang zum Haupttor der Burg genossen die Besucher einen malerischen Blick über die „Neustadt“ von Waldkirch und die Altstadt um das einstige Kloster Sankt Margarethen bis hinüber zum Kandel, dem „Hausberg“ von Waldkirch. Danach wurde die Geschichte der Burg und der Stadt in einem rund vierstündigen nächtlichen Schauspiel lebendig.

Kleine mittelalterliche Modenschau

Aus der Ferne waren Spielleute zu hören, Fanfarenbläser spielten, die Burgwache in Ritterrüstung gab eine Kostprobe ihrer Kampfkunst mit dem Schwert. Besonders beeindruckend für kleine und auch große Besucher erschien des Türmers Fertigkeit, das Lagerfeuer in einem Rundzelt mit Feuerstein und Zunder zu entfachen. Zuvor gerieten alle Gäste bereits in Staunen und Schrecken, als der Türmer eine Ladung Schwarzpulver in einem uralten Vorderlader zur Detonation brachte und dabei viele Zuschauer trotz Vorwarnung sehr erschreckte.

Charmant und besonders einladend empfanden die Burgbesteiger die musikalische Begrüßung durch zwei Spielleute, die sowohl mit alten Instrumenten (Laute, Flöte, Tamburin) wie durch ihren anmutigen Gesang im Laufe des Abends bis zum Abschied gegen Mitternacht für beste Stimmung sorgten. Burgköchin Barbara Kern näht übrigens die vielen historischen Kleider. Und anhand einer kleinen mittelalterlichen Modenschau erfährt man, was die Frau oder der Mann in jener Zeit am Leibe trug. Aus einem gut sortierten Fundus bekommt der Besucher neben historischen Kleidern und Schuhen auch Helme, Waffen und Gebrauchsgegenstände wie Laternen, Kerzen, Fackeln, Becher und Krüge zu sehen. Bei einem mittelalterlichen Gericht mit Brot und Most werden Hunger und Durst gestellt. Des Türmers Weib vermittelt Grundkenntnisse über die Verwendung von Edelkräutern und Gewürzen und schließlich treten die Besucher gegen Mitternacht bei Laternenlicht den Heimweg durch den dunklen Wald an. Am Marktplatz beim Marienbrunnen endet schließlich die sehr unterhaltsame und informative nächtliche Exkursion, wo auch wieder die eingangs  ausgeteilten Laternen („des Herrn von Ikea“) eingesammelt werden. Mitglieder des Fanfarenzugs „Schwarzenberger Herolde“ und weitere Personen engagieren sich übrigens ehrenamtlich für die Durchführung der Türmerführungen.

 

Hubert Bleyer begrüßte die Gäste mit einem Helebardenträger.
Der „Türmer“, alias Thomas Kern, zeigte sich voll im mittelalterlichen Element.

 

Einen malerischen Blick genoss man über Waldkirch bis Kandel.

 

Ein „Missetäter“ wurde mit „Halzgeige“ abgeführt. Fotos: Helmut Gall