Wanderung zum K2-Basislager

Multivisionsvortrag über den zweithöchsten Berg der Welt

8611 Meter hoch ragt der „K2“ aus weiteren Gebirgsriesen hervor.
8611 Meter hoch ragt der „K2“ aus weiteren Gebirgsriesen hervor. Foto: Bertram Rueb


Die Denzlinger Kolpingsfamilie und der Schwarzwaldverein boten ihren Mitgliedern und Gästen kürzlich in einer gemeinsamen Veranstaltung ein besonderes Wandererlebnis: In einem Multivisionsvortrag zeigte Bertram Rueb aus Gengenbach wunderschöne Bilder und Filmsequenzen mit akustischer Untermalung über eine „Wanderung zum zweithöchsten Berg der Welt“, dem sogenannten „K2“, und zwar von China aus.

Der Referent unternahm die insgesamt vierwöchige Reise nach Ostasien mit der höchst anspruchsvollen Wanderung zusammen mit seiner Frau Ingeborg und weiteren sechs deutschen Touristen mit einer insgesamt 15-köpfigen Expedition mit Kamelen und Packeseln im Oktober 2013. Seine ausgezeichnete Ausbeute an beeindruckenden Bildern und Filmausschnitten zeigte er in einem höchst interessanten Vortrag im Gemeindesaal von St. Jakobus. 

Namens des Schwarzwaldvereins begrüßte dessen Vorsitzender Klaus Holz die knapp 90 Besucher und hieß besonders den Referenten mit seiner Frau willkommen, den er beruflich schon viele Jahre kenne. Namens der Kolpingsfamilie dankte Wolfgang Humpfer nach dem deutlich über zweistündigen und mit viel Beifall aufgenommenen Vortrag den unternehmensfreudigen Eheleuten  Rueb. Er bat die Besucher um eine freiwillige Spende zur Deckung der Unkosten, zumal man bei freiem Eintritt eingeladen hatte. 

8611 Meter hoch ist der „K2“, der  sowohl von China wie von Pakistan aus zu besteigen ist und in der sogenannten „Karakorum“-Gebirgskette in Zentralasien liegt, in der sich eine ganze Reihe von Achttausendern befindet. Der „K2“ wird von Kennern als der „Schwierigste“ bezeichnet, dessen Gipfel 1954 erstmals von italienischen Bergsteigern bezwungen wurde. Reinhold Messner und Michael Dacher gelang es 1979 erstmals den Gipfel sogar ohne Sauerstoff zu erklimmen.

Bis zum Basislager 

Ingeborg und Bertram Rueb unternahmen die Tour zum zweithöchsten Berg der Erde. Foto: Helmut Gall
Ingeborg und Bertram Rueb unternahmen die Tour zum zweithöchsten Berg der Erde. Foto: Helmut Gall


Die Eheleute Rueb jedoch „begnügen“ sich damit, solche Berge sowohl in Asien, Afrika, Süd- und Nordamerika jeweils bis zum „Basislager“ zu bezwingen, was für „Normaltouristen“ bereits eine höchst respektable Leistung darstellt, wie man dem Vortrag mit den beeindruckenden Bildern entnehmen konnte und von allen anwesenden Wanderfreunden mit höchstem Respekt registriert wurde. Unter anderen erfuhr man aus dem Mund von Bertram Rueb auch, dass der sogenannte „K2“ seinem Namen einem Messfehler „verdanke“, da der britische Vermessungsingenieur T.G. Montgomerie, der einst die  Gipfel im Karakorum kartierte, den seiner Meinung nach zweithöchsten  Berg mit „K2“ bezeichnete. Das „K“ steht  für Karakorum, allerdings ist der K2 in Wirklichkeit höher als der benachbarte K1, jedoch hat man die einmal eingeführte Bezeichnung nachträglich nicht mehr geändert.

Bertram Rueb hat mit seinem ausgezeichneten Vortrag sicher „Lust auf mehr“ geweckt. Er bot sich übrigens an, gelegentlich auch einen weiteren Vortrag dieser Art in Denzlingen zu halten. Dabei werden sicher nicht nur der Schwarzwaldverein und die Kolpingsfamilie wieder sehr viele Interessenten finden, die einen hervorragenden Vortrag über Land und Leute ferner Regionen dieser Erde erleben möchten.

Das Basislager am „K2“ (rechts) war das Ziel einer langen, anspruchsvollen Wanderung. Foto: Bertram Rueb
Das Basislager am „K2“ (rechts) war das Ziel einer langen, anspruchsvollen Wanderung. Foto: Bertram Rueb