Dank an die Denzlinger Bevölkerung

Kolpingsfamilie sammelte über 50 Jahre Altpapier und Glas – Zahlreiche soziale Projekte konnten dadurch gefördert werden – Ministranten auch künftig aktiv

Rund 20 Jugendliche sammelten am 13. November 2021 wieder Altpapier.
Rund 20 Jugendliche sammelten am 13. November 2021 wieder Altpapier.


Denzlingen (hg). Am Samstag, 13. November 2021, fand in Denzlingen zuletzt eine Altpapiersammlung statt, die von der Kolpingsfamilie in Kooperation mit Jugendlichen der katholischen Kirchengemeinde, vorab der Ministranten, durchgeführt wurde. Für die Kolpingsfamilie ging damit zugleich eine über 50-jährige Tradition zu Ende, denn bereits seit Anfang der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts sammelte die Kolpingsfamilie jährlich mehrmals Altpapier und Glas, um mit dem erzielten Erlös soziale Projekte zu fördern, vor allem zur Unterstützung eines Kinderheimes in Andheri in Indien, aber auch von bedürftigen Familien in der Gemeinde.
 

Lange bevor man in den Kommunen Grüne Tonnen und Glascontainer aufstellte, um damit einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Umwelt zu leisten, hat die Kolpingsfamilie bereits diesen Dienst geleistet, um damit zugleich Menschen in Notsituationen zu unterstützen. Viele tausend D-Mark und seit Jahren auch Euro kamen dabei zusammen, womit man Menschen in Not in der Gemeinde helfen konnte, zum Beispiel einer alleinstehenden Mutter, der man eine Waschmaschine kaufen und in der Wohnung anschließen konnte, um damit vor allem die anfallende Wäsche für ihr Kind zu reinigen. 

Im Archiv der Kolpingsfamilie und in deren Festschrift, die anlässlich ihres fünfzigjährigen Bestehens im Jahr 2008 herausgegeben wurde, findet man anschauliche Berichte über viele Aktivitäten dieser Art. Unvergessen ist in diesem Zusammenhang der Initiator dieser örtlichen Sammelaktionen, nämlich Hansjörg Schnatterer, der sich als Gründungsmitglied und langjähriger Vorsitzender der Kolpingsfamilie in vorbildlicher Weise engagierte. Er verstarb leider allzu früh bereits im Jahr 1988 im Alter von 49 Jahren. Der derzeitige Sprecher des Kolping-Vorstandsteams, Wolfgang Humpfer, bedankte sich bei der Sammlung am vergangenen Samstag sehr herzlich bei allen heutigen und früheren Sammlern, nicht zuletzt auch einigen Denzlinger Firmen, die bei den Sammlungen jeweils ein geeignetes Transportfahrzeug mit Fahrer zur Verfügung stellten; diesmal waren es fünf Fahrzeuge der Firmen Feser, Hartmann, Leimenstoll, Ringwald und Thomas Hoch, der sich privat mit einem Fahrzeug zur Mitarbeit bereit erklärte. 

Humpfer dankte nicht zuletzt allen Denzlinger Familien, die auch diesmal wieder Papier gebündelt an den Wegrand stellten, so dass man wenigstens einen großen Container füllen konnte. Sein besonderer Dank galt auch den Ministranten, die künftig in eigener Verantwortung jährlich zwei Sammlungen durchführen werden. Oberministrant Samuel Karmann wird sich bei der Organisation der Sammlungen natürlich auch auf die Erfahrung und den Rat der Kolpingsfamilie stützen können, von der man jede mögliche Hilfe nach wie vor bekommen werde, wie der Kolping-Sprecher zusagte. Wenn möglich, sollte man auch künftig Zeitungen und Zeitschriften zu Hause bis zum nächsten Sammeltermin bündeln. Mit dem dafür erzielten Erlös leistet man einen spürbaren Förderbeitrag für die Jugendarbeit.

Fotos: Helmut Gall 

Ein bisschen Spaß bei der Arbeit darf natürlich auch dabei sein.
Ein bisschen Spaß bei der Arbeit darf natürlich auch dabei sein.
Mittagsruhe im Kinderheim von Andheri/Indien.
Mittagsruhe im Kinderheim von Andheri/Indien.
Viele Dankbriefe bekam die Kolpingsfamilie aus Indien.
Viele Dankbriefe bekam die Kolpingsfamilie aus Indien.
Bei einer Sammelaktion im Jahr 1988.
Bei einer Sammelaktion im Jahr 1988.
Papier- und Glas-Sammelcontainer standen viele Jahre beim Denzlinger Bahnhof, wo sich heute der Busbahnhof befindet.
Papier- und Glas-Sammelcontainer standen viele Jahre beim Denzlinger Bahnhof, wo sich heute der Busbahnhof befindet.