1500 Euro für Mittagstisch

Kolpingsfamilie feierte 200. Geburtstag des Gründers

Vier Mitglieder wurden für langjährige Treue geehrt; von links: Wolfgang Humpfer, Norbert Mühlan, Wolfgang Scherer, Thomas Hoch, Kassierer Franz Mayer, Präses Hermann Vogt. Nicht auf dem Foto: Fritz Baumgärtner.


Denzlingen (hg). Die Denzlinger Kolpingsfamilie lud am Samstag, 7. Dezember 2013, ein zum traditionellen „Kolping-Gedenktag“, der alljährlich am Vorabend des 2. Adventssonntages begangen wird. Nach einem Gottesdienst in der Kirche St. Jakobus traf man sich im Gemeindesaal zu einer Feierstunde in Verbindung mit einem Abendessen.

Kolping-Sprecher Wolfgang Humpfer hatte aus diesem Anlass wieder eine passende Meditation vorbereitet. Sein Dank galt einem Team von Helfern, die den Abend sorgfältig vorbereitet hatten, an der Spitze Paul Herrmann mit seiner Frau Heidi in der Küche. Vier Mitglieder wurden für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt, nämlich Fritz Baumgärtner, Wolfgang Scherer und Thomas Hoch für jeweils 40 Jahre und Norbert Mühlan sogar für 50 Jahre.

Ein besonderer Höhepunkt des Abends war eine Spendenübergabe in Höhe von 1500 Euro an Diakon Harald Stefanovici von der evangelischen Gemeinde, der seit 20 Jahren dreimal jede Woche ein warmes Essen für Obdachlose und Bedürftige zubereitet und austeilt und dazu ins evangelische Gemeindehaus einlädt. Als bewusstes Zeichen der Ökumene und der Solidarität wollte man seitens der Kolpingsfamilie diese Spende verstanden wissen. Den Spendenbetrag hatte man im Laufe des Jahres bei verschiedenen Veranstaltungen angespart, um damit die Arbeit von Diakon Stefanovici zu würdigen.

Dass dies auch im Zeichen des 200. Geburtstages des Gründervaters der Kolpingsfamilien, Adolph Kolping, geschah, war ein zusätzliches Symbol, zumal man dessen soziales Engagement bewusst in die heutige Zeit zu übertragen bemüht ist. Mit großem Beifall nahmen die Mitfeiernden die erläuternden Dankesworte von Diakon Harald Stefanovici auf, der sich sehr über den großen Rückhalt freut, die sein soziales Engagement in der Denzlinger Bevölkerung findet. Nicht nur seine Frau Ursula, die sich mit unter den Gästen des Abends befand, sondern auch einige Personen der Gemeinde unterstützen ihn bei der Arbeit in den kalten Wintermonates zum Wohl von Obdachlosen. „Die Bedürftigkeit hat viele Gesichter“, betonte Diakon Stefanovici am Ende seiner mit großer Anteilnahme aufgenommene Rede. Danach folgte nur noch ein Dankeswort von Pfarrer Hermann Vogt, der sich als Präses der Kolpingsfamilie ebenfalls über deren erneut gezeigtes Engagement freute.

 

Wolfgang Humpfer, Harald Stefanovici und Franz Mayer bei der Spendenübergabe.

 

Heidi und Paul Herrmann, die „guten Seelen“ in der Küche.

 

Diakon Harald Stefanovici bei seiner Dankesrede.