„Wertvolles geschieht an der Basis“

Denzlinger Kolpingsfamilie engagiert sich auch künftig auf sozialem Feld

Denzlingen (hg). Zur traditionellen Kolping-Gedenkfeier trafen sich die Mitglieder der Denzlinger Kolpingsfamilie am Samstagabend, 7. Dezember 2019, in der Kirche und im Gemeindesaal von St. Jakobus. Nach einem Gottesdienst mit der Geistlichen Leiterin, Gemeindereferentin Veronika Scherzinger, traf man sich im Gemeindesaal  zum gemeinsamen Abendessen und einer besinnlichen Adventsfeier mit Ehrungen und einer Spendenübergabe.

Die Geehrten beim Kolping-Gedenktag 2019.
Die Geehrten beim Kolping-Gedenktag 2019.


Dass sich seit dem über 60-jährigen Bestehen der Denzlinger Kolpingsfamilie einiges „bewegte“, wurde bereits beim Gottesdienst sichtbar, wo nicht nur mehr als die Hälfte der Besucher Frauen waren, sondern am Altar neben der Gemeindereferentin ausschließlich Mädchen den Ministrantendienst versahen. Kenner wissen natürlich, dass die Kolpingsfailien einst ausschließlich aus Männern bestanden, aus „Gesellen“ in einem „Gesellenverein“. Der Gründungspräses der Kolpingsfamilien, Adolph Kolping (1813-1865), hat in Köln einst junge Arbeiter von der Straße geholt, um ihnen angesichts der zunehmenden Entwurzelung infolge der Industrialisierung eine Heimstätte zu bieten..

Aus dem einstigen „Gesellenverein“ hat sich jedoch nach dem Zweiten Weltkrieg zunehmend eine Gemeinschaft von sozial engagierten Frauen und Männern entwickelt, so auch in Denzlingen, wo am vergangenen Samstag mehr als die Hälfte der zu ehrenden langjährigen Mitglieder Frauen waren. Beim Gemeinschaftsgottesdienst in der Jakobuskirche, der von Veronika Scherzinger geleitet wurde – einst war das immer ein Pfarrer als Präses – ging diese auf eine biblische Zukunftsvision ein, wonach in einer „neuen Welt“ alle in Frieden lebten, Menschen ebenso wie Tiere. Eine fast unglaubliche Pressemeldung, wonach im Zoo von Moskau ein Tiger eine ihm als „Lebendfutter“ in den Käfig gesperrte Ziege nicht auffraß, sondern mit ihr friedlich lebte, stand dabei als sehr eingängiges Bild vor Augen. 

Guido Echterbruch (rechts) bei der Spendenübergabe an Wolfgang Humpfer.
Guido Echterbruch (rechts) bei der Spendenübergabe an Wolfgang Humpfer.


Friedliches  Zusammenleben

Eine neue Welt mit der wohltuenden Erfahrung von Gemeinschaft in einer Gesellschaft, wo das friedliche und respektvolle Zusammenleben anscheinend immer weniger gepflegt wird, stand am Ende eines sehr gelungenen Abends, wobei die Geistliche Leiterin betonte, dass „ganz Wesentliches an der Basis, nämlich in den Gemeinden“, geschehe. Zuvor hatte man nach einem Abendessen die Ehrung von 13 Frauen und Männern mit Beifall zur Kenntnis genommen, denen die Geistliche Leiterin zusammen mit Kolping-Sprecher Wolfgang Humpfer eine entsprechende Urkunde des Kolpingwerkes Deutschland überreichte.

 Seit 25 Jahren sind demnach Jens Butter, Guido Echterbruch und  Helmut Kunkler aktiv dabei. Für ihre 40-jährige Zugehörigkeit wurden geehrt: Marianne Gall, Monika Herr, Werner Kunkler, Gisela Notheis, Ingrid Schnatterer, Hilde Schreck und Jutta Schuehle. Auf 50 Mitgliedsjahre können Rudi Reinbold und Rolf Zitzelsberger zurückblicken; Alfred Stech sogar auf 60 Jahre, der sich schließlich namens aller Jubilare sehr herzlich bedankte.

Wolfgang Humpfer lud ein zu einer Bildmeditation mit eindrucksvollen Motiven aus Denzlingen. Schließlich überreichte Guido Echterbruch im Namen der seit 25 Jahren bestehenden „Gruppe Osterfeuer“ eine Spende in Höhe von 500 Euro für das soziale Engagement der Kolpingsfamilie. Seit 25 Jahren bewirtet eine kleine Gruppe nach der nächtlichen Osterfeier vor der Kirche die Besucher, wobei der Erlös nun zum Beispiel diesem Zweck zugeführt wurde.

Veronika Scherzinger als Geistliche Leiterin der Kolpingsfamilie beim Gottesdienst.
Veronika Scherzinger als Geistliche Leiterin der Kolpingsfamilie beim Gottesdienst.

Zum Gengenbacher Adventskalender

Denzlingen (hg). Eine kurzfristig anberaumte Adventsfahrt, an der 20 Mitglieder und Gäste der Denzlinger Kolpingsfamilie teilnahmen, führte diese kürzlich mit der Bundesbahn nach Gengenbach. Der berühmte Gengenbacher  Adventskalender stand an diesem Tag im Mittelpunkt des Interesses, wobei man die besonders kreativ gestalteten Fenster des adventlich geschmückten Rathauses mit dem großen Marktplatz bewunderte. Besonders bevorzugt bedient wurden die Besucher aus Denzlingen, weil der Ehrenvorsitzende der Gengenbacher Kolpingfamilie ebenfalls Mitglied der dortigen Kolpingsfamilie – und ein ausgezeichneter Kenner der Stadt ist. Er führte die Besuchergruppe nicht nur durch die Altstadt, sondern zeigte ihnen auch noch das berühmte  Franziskanerkloster von Gengenbach, wo das Bild entstand. Alle Teilnehmer bedankten sich beim Organisator, Peter Eisenberger, für den sehr gelungenen Tagesausflug der Kolpingsfamilie.

25 Christbäume für Familien

Kolpingsfamilie und ACS organisierten Christbaumaktion

Frohe Gesichter gab es bei der diesjährigen Christbaumaktion.
Frohe Gesichter gab es bei der diesjährigen Christbaumaktion.


Denzlingen (hg). Nicht zum ersten Mal organisierte die Denzlinger Kolpingsfamilie zusammen mit dem Ausschuss Caritas und Soziales der Katholischen Kirchengemeinde An der Glotter (ACS) eine „Christbaumaktion“ zugunsten von Alleinerziehenden und Familien mit geringerem Einkommen. Mit Freude konnte man dabei erfahren, dass die Aktion von mehreren Familien mit entsprechenden Waldbeständen unterstützt wurde, nämlich von den Familien Th. Über, Heuweiler, H. Wernet, Biederbach und A. Zehnle Glottertal. 

Zur Freude der Familien gab es dazu sogar auch noch Christbaumschmuck, der unter anderem von Eltern des evangelischen Kindergartens Arche und auch von privater Seite gespendet wurde. Gerne griffen Kinder ebenso wie Erwachsene in eine große Schüssel mit Schokoladenkugeln, die bei der Baumabholung auf dem Platz vor der St. Josefskirche stand.  Sonja Reichert und weitere Mitglieder des Ausschusses Caritas und Soziales, hatten für die Familien obendrein Tee und Gebäck vorbereitet, so dass man bei dieser Gelegenheit auch noch ein bisschen ins Gespräch kam. 

Schließlich wurde den Familien angeboten, die Christbäume nach Hause zu bringen, was von etlichen gerne angekommen wurde. Allen Familien galten die besten Grüße und Wünsche zu Weihnachten. Ebenso allen Spendern und Mitwirkenden bei dieser immer sehr gerne angenommenen vorweihnachtlichen Aktion in der Gemeinde, wobei weder nach Nationalität, Religion oder Hautfarbe gefragt wird. Allein der Mensch, der hier mit in der Gemeinde lebt, steht dabei allein Blickfeld.

 

„Großeltern beten um Frieden für Kinder und Enkel“

Gut besuchte Gebetsstunde der Kolpingsfamilie

Gut besucht war die Gebetsstunde in der St. Jakobus-Kapelle.
Gut besucht war die Gebetsstunde in der St. Jakobus-Kapelle.


Denzlingen (hg). Eine nicht alltägliche Gebetsstunde fand am Montagabend, 28. Oktober 2019, in der Kirche St. Jakobus statt, wo das Motto „Großeltern beten um Frieden für Kinder und Enkel“ zum zweiten Mal in die Tat umgesetzt wurde. Künftig will die Denzlinger Kolpingsfamilie zweimal im Jahreszyklus, nämlich im Frühjahr und im Herbst, dazu einladen, wie Kolping-Sprecher Wolfgang Humpfer eingangs ankündigte.

Zur Gebetsstunde gekommen waren übrigens nicht nur Mitglieder der Kolpingsfamilie, sondern Besucher aus mehreren Gemeinden der Kirchengemeinde an der Glotter. Ein Wort des Gründungspräses Adolph Kolping war als Motto in der Einladung zu lesen: „Über dem Beten vergeht Bitterkeit, ist eine alte Erfahrung, die wohl jeder an sich selber erfahren hat. Welche füreinander beten, können sich unmöglich hassen und befehden. Wenn auf unserer Welt Frieden sein soll, muss auch ich meinen Teil dazu beitragen. Wenn der Frieden im Großen gelingen soll, muss er im Kleinen beginnen.“

Veronika Scherzinger als Geistliche Leiterin ergänzte bei der Gebetsstunde, die von Gudrun Baier an der Orgel musikalisch umrahmt wurde, den Gedanken der Verbindung miteinander, also im privaten und gesellschaftlichen Leben, mit der „Verbindung mit Gott“, die man als Gottesgeschöpf Mensch pflegen solle. An kleinen Stehtischen hinter der „Werktagskapelle“ verweilte man nach der Gebetsstunde noch länger, um sich bei Knabbereien und (nichtalkoholischen) Getränken über eigene Überlegungen zum Thema auszutauschen.

Gudrun Baier an der Orgel der Kirche St. Jakobus. Fotos: Helmut Gall
Gudrun Baier an der Orgel der Kirche St. Jakobus. Fotos: Helmut Gall

 

Spaß am „Kasperle“ ungebrochen

Jubiläumsauftritt der Freiburger Puppenbühne bei der Kolpingsfamilie – Wieder guter Besuch im Pfarrsaal

Denzlingen (hg).  Die Denzlinger Kolpingsfamilie lud am Sonntag, 27. Oktober 2019, wieder alle Kinder mit ihren erwachsenen Begleitpersonen ein zu einer kostenlosen Aufführung der Freiburger Puppenbühne. Karin Minuth brachte vor 110 Kindern und 40 Erwachsenen das Stück „Das Geheimnis der Waldfee“ zur Aufführung.

Wolfgang Humpfer bei der Begrüßung der Besucher im Pfarrsaal.
Wolfgang Humpfer bei der Begrüßung der Besucher im Pfarrsaal.


Dies war bereits die zehnte Veranstaltung mit der Freiburger Puppenbühne, also eine kleine Jubiläumsaufführung, zu der die Kolpingsfamilie alljährlich am ersten Sonntag der Herbstferien einlädt. Kolping-Sprecher Wolfgang Humpfer hatte aus gegebenem Anlass auch Ronald Renner aus Heuweiler eingeladen, der an seiner alten Drehorgel einige Kinderlieder intonierte.

Ferner gab es für die Kinder anlässlich des Puppenspieljubiläums ein kleines Überraschungsgeschenk in Form einer hübschen Postkarte mit Kasperle und seinem Hund Bello für Kinder im Vorschulalter, derweil die „Großen“, die bereits lesen und schreiben können, ein buntes Buchzeichen mit Bildern der Puppenbühne mit nach Hause nehmen durften.  Der Eintritt war wie immer bei der Kolpingsfamilie frei, das heißt, sie übernimmt jeweils die Honorarkosten. Auch diesmal konnte man sich aber über mehrere großzügige Spenden freuen, die man für weitere Veranstaltungen mit Familien verwenden will.

Ronald Renner mit seiner Drehorgel bei der Begrüßung der Kinder.
Ronald Renner mit seiner Drehorgel bei der Begrüßung der Kinder.

 

Karin Minuth mit der hübschen Waldfee und Kasperle.
Karin Minuth mit der hübschen Waldfee und Kasperle.

 

Gabi Panterodt vom Kolping-Vorstand mit kleinen Überraschungsgeschenken.
Gabi Panterodt vom Kolping-Vorstand mit kleinen Überraschungsgeschenken.

 

Der König ist in Sorge, weil Prinzessin Arabella mit Fieber im Bett liegt. Fotos: Helmut Gall
Der König ist in Sorge, weil Prinzessin Arabella mit Fieber im Bett liegt. Fotos: Helmut Gall