210 Blumenprinzessin-Besucher

Kolpingsfamilie hatte Freiburger Puppenbühne zu Gast

Begeistert waren 210 Besucher im Pfarrsaal von St. Jakobus.


140 Kinder und 70 Erwachsene, also insgesamt 210 Personen, folgten am Sonntag, 28. Oktober 2018, der Einladung der Denzlinger Kolpingsfamilie zu einer weiteren Aufführung der Freiburger Puppenbühne im Pfarrsaal St. Jakobus.Bereits zum neunten Mal konnte Wolfgang Humpfer als Sprecher der Kolpingsfamilie die renommierte Freiburger Puppenbühne in Denzlingen willkommen heißen. Besonders freute er sich über die große Resonanz, die man angesichts von 210 Besuchern wieder verzeichnen konnte.

Neben den Eheleuten, Dr. Johannes und Karin Minuth, ist auch Sohn David seit einiger Zeit im traditionellen Familienunternehmen aktiv. Seit einigen Jahren ist es aber Karin Minuth, die jeweils  alleine in Denzlingen auftritt und dabei sämtliche Rollen in allen Stimmlagen mit Bravour beherrscht.

Helmut Gall durfte für die Presse zu Beginn wieder einen Blick hinter die Kulissen werfen, wo auch unser Bild entstand, ehe Karin Minuth mit dem Titelhelden des Puppentheaters, dem bei allen Kindern besonders beliebten Kasper, zur offiziellen Begrüßung erschien. Auch am vergangenen Sonntag konnte der Kasper auf seine ausdrückliche Frage hin aus vielen lauten Kinderkehlen hören, dass „alle Kinder wieder da sind“. Uns das sind sie offenbar sehr gerne, zumal die Kolpingsfamilie seit Jahren jeweils die Honorarkosten trägt und alle Besucher bei freiem Eintritt willkommen heißt.

Karin Minuth mit ihrer Kasper-Figur hinter den Kulissen ihres Theaters.


Bereitwillig finden sich nach der Veranstaltung auch immer etliche Väter und Mütter, die beim Zusammenstellen der Saalstühle behilflich sind. Und jedes Mal kann sich der Vorstand der Kolpingsfamilie auch über eine schöne Summe von freiwilligen Spenden freuen, so dass man erneut wieder zu attraktiven Veranstaltungen bei freien Eintritt einladen kann.

Wie zu hören war, wurde Karin Minuth mit ihrer Puppenbühne bereits wieder für Sonntag, den 27. Oktober 2019, 14.30 Uhr zur zehnten Jubiläumsaufführung der Freiburger Puppenbühne nach Denzlingen in den Pfarrsaal St. Jakobus eingeladen. Wer schon einen Kalender für 2019 und Kinder ab drei Jahren hat, darf sich also diesen Termin bereits vormerken.

Ein geheimnisvoller „Gärtner“ spielte diesmal auch eine Rolle.

 

 

 

Abschied von einem lieben Menschen

Wolfgang Kropat starb mit 74 Jahren – Vielen Menschen bekannt und beliebt –Trauergottesdienst in der Georgskirche

Am Samstag, 22. September 2018,  verstarb unser Kolping-Mitglied Wolfgang Kropat im Alter von 74 Jahren nach langer schwerer Krankheit in seiner häuslichen Umgebung. Eine lange Zeit intensiver Pflege und liebevoller Zuwendung ging nun auch für seine  Frau Elli und alle helfenden pflegenden Personen zu Ende. „Grüße alle von mir, die Du triffst und mich kennen“, sagte er noch kurz vor seinem Tod, als sich seine Frau zu einem kurzen Einkaufsgang daheim verabschiedete, derweil eine Pflegeperson bei ihm war. Am Freitag, 28. September, fand in der evangelischen Georgskirche der Trauergottesdienst mit anschließender Beisetzung statt.

Es gibt mehrere erwähnenswerte Stationen im Leben des Verstorbenen, der 1944 im ostpreußischen Tilsit geboren wurde, heute Sowetsk, eine Stadt in Russland. Als Kleinkind kam er auf der Flucht mit seiner Mutter zunächst nach Bayern, wo er in Ingolstadt aufwuchs, zur Schule ging, seine Frau Elli kennenlernte und dort 1969 auch heiratete. Von daher kommt seine typische Selbsteinschätzung „I bin I“ - als Ausdruck seiner Wertschätzung der  bayrischen Lebensart.

1972 zog er berufsbedingt mit seiner Familie nach Denzlingen, die Tochter Sabine wurde geboren. Insgesamt konnte er zu Beginn seines Ruhestandes im Jahr 2007 auf 47 Berufsjahre zurückblicken, da er vor seiner Zeit im öffentlichen Dienst zunächst eine Berufslaufbahn als Schreiner begonnen hatte. Da ihm das praktische Handwerk jedoch nicht so lag, wie er freimütig bekannte, lernte er fleißig Fremdsprachen und begann bei der Bundeswehr eine Truppenverwaltungslaufbahn, in deren Gefolge er mit dem Luftwaffengeschwader „Immelmann“ nach Bremgarten, Freiburg und schließlich nach Denzlingen kam, wo es ihm und seiner Frau Elli am besten gefiel, wie er oft betonte. In vielfältigen Funktionen war er im Denzlinger Rathaus tätig. Vor allem im Einwohner-Meldeamt, im Passamt, Standesamt und zuletzt im Sozialamt, wo sich Wolfgang Kropat als ausgesprochen „bürgerfreundlicher Beamter“ bewährte und sich allseits großer Beliebtheit und Wertschätzung erfreuen konnte.

Besonders geschätzte Bürgernähe

Seine allseits besonders geschätzte Bürgernähe wurde in zahlreichen  Anekdoten auch anlässlich seiner Verabschiedung in den Ruhestand im Jahr 2007 gewürdigt, unter anderem diese: Im Laufe seiner Dienstzeit hat er - solange dies überhaupt auf Gemeindeebene möglich war – noch lange nach Dienstschluss hin und wieder einen Pass verlängert, wenn einem vergesslichen Zeitgenossen erst am Vorabend einer größeren Reise einfiel, dass sein Pass ja schon vor Monaten abgelaufen war. Weit über 500 Ehepaaren verhalf er als stellvertretender Standesbeamter ins junge Eheglück, wobei er auch hier als Beamter „mit menschlichem Gesicht“ in Erscheinung trat. Bei der Vereinsfasnet, auch bei der Frauenfasnet (!) und bei anderen Gelegenheiten war Wolfgang Kropat viele Jahre auch als versierter „Mann am Klavier“ sehr gefragt und fand dabei immer den „richtigen Ton“. Über 40 Jahre war er aktives Mitglied der Kolpingsfamilie und wurde noch im vergangenen Jahr dafür besonders geehrt.

Nicht zuletzt schrieb Wolfgang Kropat bis in die achtziger Jahre über zehn Jahre lang für Von Haus zu Haus jede Woche diverse Berichte, machte Fotos und war hier so gut wie allen Bürgern bekannt. So hat der Wahldenzlinger Wolfgang Kropat das Bild seiner Gemeinde nachdrücklich geprägt und hat das Leben dieser Gemeinde spürbar bereichert. Insofern darf man dem Verstorbenen ohne jede Übertreibung auch nachsagen: Wolfgang Kropat hat sich um diese Gemeinde verdient gemacht.

Im Alter von 74 Jahren verstarb Wolfgang Kropat. Das Bild entstand 2007, im Jahr seiner Verabschiedung in den Ruhestand. Es zeigt (von links): Elli Kropat, Personalrat Rainer Steigert, Wolfgang Kropat, Hauptamtsleiter Helmut Käfer und Bürgermeister Dr. Lothar Fischer.

Auf dem „Augenweideweg“ unterwegs

Zu einer allseits sehr gelobten Herbstwanderung lud die Denzlinger Kolpingsfamilie am „Tag der Deutschen Einheit“ Mitglieder und Gäste ein. Peter Eisenberger und Helga Hoberg hatten eine besonders beliebte Wanderung ausgewählt, nämlich den Panoramaweg rund um Malterdingen, der von Kennern wegen der wunderschönen Aussicht gerne als „Augenweideweg“ bezeichnet wird. 22 Wanderfreunde schlossen sich gerne an und bildeten von Denzlingen aus Fahrgemeinschaften. Bei optimaler Fernsicht konnte man vom Panoramaweg aus nicht nur die Vogesen und den Kaiserstuhl, sondern auch die markanten Höhen des  Schwarzwaldes bewundern. Natürlich durfte bei der dreistündigen Wanderung über insgesamt zehn Kilometer auch eine erholsame Mittagspause bei der „Hasenbankhütte“ nicht fehlen, ehe der Wanderführer die Wandergruppe wieder nach Denzlingen führte, wo natürlich auch die obligatorische Einkehr zum Abschluss stattfand. Das Bild zeigt die Wandergruppe bei einer kurzen Pause.

Besonderes Lob für unseren kreativen Koch

 Kolpingsfamilie geht neue Wege: Attraktive Programmangebote für Familien im Vordergrund 

„Neue Wege bei Kolping“ überschreibt Wolfgang Humpfer den Leitgedanken des Denzlinger Kolpingprogramms im zweiten Halbjahr 2018. Einer dieser „neuen Wege“ wurde am 19. Oktober 2018 in der Küche der Realschule mit einem interessanten Kochabend für Familien beschritten.

Im Kolpingsprogramm für das zweite Halbjahr 2018 bietet eine kleine Gruppe von Familien zwei Programmbeiträge an, die im September und jetzt im Oktober stattfanden, nämlich zunächst ein Treffen zum Bogenschießen in der Denzlinger Bogenschießanlage im Heidach und nun ein Kochabend für Eltern und Kinder. Diese neuen Impulse verdankt die Kolpingsfamilie der Initiative und dem Engagement der Geistlichen Leiterin der Kolpingsfamilie, Veronika Scherzinger. Nicht nur der Vorstand freut sich sehr über das große Echo, das beide Programmbeiträge auslöste.

VHzH berichtete unlängst über den gut besuchten Nachmittag in der Bogenschießanlage. Nun war am vergangenen Freitag ein Kochabend angesagt, zu dem 19 Personen, Erwachsene und zahlreiche Kinder und Jugendliche erschienen, um die kreativen Ideen eines erfahrenen Kochs aufzugreifen. Holger Radenz, der seit Jahren die Kantine der Freiburger AOK Südlicher Oberrhein gepachtet hat, ließ sich an diesem Abend nicht nur über die Schultern schauen. Vielmehr erklärte er bereitwillig allen Teilnehmern die einzelnen Schritte für ein schmackhaftes, selbst zubereitetes Essen, angefangen  von den nötigen Zutaten bis hin zur sachgerechten Verarbeitung.

Und nicht zuletzt konnten sich alle Teilnehmer auch freuen über ein wunderbares Essen, das man so vermutlich nicht alle Tage zu Hause zubereiten würde. Aufgrund der großen Teilnehmerzahl bildete  Holger Radenz spontan vier Kochgruppen, die jedoch nicht alle das gleiche Essen zubereiteten, sondern jeweils recht unterschiedliche, aber immer sehr schmackhafte Drei-Gänge-Menüs.

Küchenchef Holger Radenz (links) mit einigen jungen Teilnehmern.
Küchenchef Holger Radenz (links) mit einigen jungen Teilnehmern.


Köstlich selbst gekocht

Was dabei zunächst auf dem Herd und schließlich auf dem Tisch zum gemeinsamen Abendessen „gezaubert“ wurde, liest sich fast wie eine erlesene Speisekarte eines Feinschmeckerlokals., zum Beispiel die Gruppe A , die zur „Süßkartoffelsuppe mit Apfelwürfeln“ als Hauptgericht „Rotbarschfilet in Pesto Rosso mit gebackenen Zucchini und feinen Bandnudeln“ genießen konnte. Als Dessert gab es hierzu „Apfel-Kratzete mit Zimt-Zucker“.

Die Gruppe B bereitete eine „Toskanische Kürbissuppe mit Pesto-Ciabatta“ zu, worauf sich „Hähnchenbrustfilet in Balsamico-Honigkruste aufgebackenen Karotten mit Kartoffel-Mascarponepüree und Estragonsoße“ anschloss, dazu „Waldhonigparfait mit Beeren-Mix“ als Nachtisch. Neben den beiden köstlichen Gerichten mit Fisch oder Geflügelfleisch begeisterte der erfahrene Koch nicht minder mit der Zubereitung von zwei vegetarischen Gerichten. So kreierte die Gruppe C  „Chicoreesalat mit Quinoa“ als Vorspeise und als Hauptgang „Kartoffel-Kürbisgratin mit Walnusskruste und Birnen-Schmand-Dip“. Als Dessert stand hier „Vanille-CousCous mit Caramel-Popcorn“ auf dem Programm. Die vierte Gruppe (D) servierte als Vorspeise „Herbstsalat in Apfel-Balsamicodressing mit gerösteten Kernen“, gefolgt von „Kräuter-Polenta auf Steinpilz-Maronenragout“ als Hauptgericht und zum Abschluss „Orangen-Granatapfelsalat mit Dattelquark“.

Beim gemeinsamen Abendessen war die Stimmung uneingeschränkt prächtig.
Beim gemeinsamen Abendessen war die Stimmung uneingeschränkt prächtig.

 

 

 

 

Kolpingsfamilie trauert um Helmut Herr

Meister mit Fachkompetenz und ausgeprägtem Humor

Helmut Herr verstarb im Alter von 80 Jahren.Im Alter von 80 Jahren verstarb der Denzlinger Malermeister Helmut Herr am 31. Juli 2018. Am Dienstag, 7. August, wurde er unter großer Anteilnahmen der Bevölkerung auf dem Denzlinger Friedhof beigesetzt. Bei der Trauerfeier in der Kirche St. Josef war auch eine Abordnung der Kolpingsfamilie mit ihrem Banner anwesend, um dem Verstorbenen die letzte Ehre zu erweisen, nachdem er noch im Dezember vergangenen Jahres für seine 40-jährige Zugehörigkeit zur Denzlinger Kolpingsfamilie geehrt worden war.

Helmut Herr wurde im März 1938 in Gutach geboren. Nach seiner Schulzeit absolvierte er eine Lehre als Maler und war danach zunächst als Geselle tätig. Im Jahr 1961 heiratete er seine Frau Maria, mit der er 1962 nach Denzlingen zog. Hier kamen die beiden Söhne, Martin und Tobias, zur Welt, zu deren Familien inzwischen drei Enkelkinder gehören. 1968 legte Helmut Herr die Meisterprüfung in seinem Handwerk ab und machte sich zwei Jahre später mit seinem eigenen Malerbetrieb selbstständig.

Aus gesundheitlichen Gründen übergab er diesen allerdings 1999 seinem Sohn Martin, der die Firma als Meister seither ebenfalls mit großem Erfolg führt und im 50. Jubiläumsjahr der Denzlinger Kolpingsfamilie, 2008, das von Theodor Zeller gemalte Bild von Gründervater Adolph Kolping restaurierte. Sowohl der jetzt verstorbene Vater wie Sohn Martin sind nicht nur in der Kolpingsfamilie besonders bekannt durch ihren ausgeprägten Sinn für Humor. Helmut Herr begeisterte einst jedes Jahr alle Besucher von Fastnachtsveranstaltungen, besonders bei der sehr beliebten internen Kolpingfasnet im „Ochsen“ (heute „Belvedere“), mit seinem ausgeprägten Humor, seine allseits beliebte Eigenschaft, die er offenbar auch weiter vererbte.

Der Verstorbene genoss in Denzlingen bei vielen Menschen hohes Ansehen wegen seiner großen Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft. Nicht nur die Mitglieder der Kolpingsfamilie werden ihm ein gutes Andenken bewahren.