Wanderung am Nimbergpfad

Kolpingsfamilie lud zu einer interessanten Herbstwanderung ein


Die Kolping-Wandergruppe auf dem Nimbergpfad.


Denzlingen (hg).
Eine Wandergruppe der Denzlinger Kolpingsfamilie brach am Sonntag, 10.Oktober 2021 mit Fahrgemeinschaften auf zu einer Herbstwanderung in die schmucke Gemeinde Nimburg. Peter Eisenberger hatte mit seiner Frau Helga eine wunderschöne Wanderung von gut acht Kilometern auf dem Nimbergpfad ausgekundschaftet, die auch für weniger geübte Wanderer gut begehbar ist. Das sonnige Herbstwetter und herrliche Aussichten zum Kaiserstuhl und Schwarzwald ließen keine Wünsche offen. Besonderes Interesse weckte die Nimburger Bergkirche auf der Anhöhe des Nimbergs. Sie ist übrigens der erhalte Rest einer einstigen großen Klosteranlage. Markgraf Karl von Baden stiftete nämlich 1456 ein Antoniterkloster, in dem vor allem die vom „Antoniusfeuer“ befallenen Kranken behandelt wurden.

Dank Internet konnte man sich auch gleich darüber informieren, was es mit dem „Antoniusfeuer“ auf sich hat. Das sogenannte Antoniusfeuer“ ist nämlich eine Krankheit, die im Mittelalter nicht selten als furchtbare Epidemie auftrat und zahllose Opfer forderte. Wegen der damit verbundenen unerträglichen, brennenden Schmerzen wurde sie „Antoniusfeuer“ genannt. Archäologie Grabungen der Universität Freiburg ergaben übrigens römische Bauspuren, wie an einer großen Wandtafel neben der Kirche zu lesen ist. Eine erste urkundliche Erwähnung der Nimburger Kirche reicht in das Jahr 977 zurück. Eine Wanderung auf dem Nimbergpfad lohnt sich also in vielerlei Hinsicht, wie alle Teilnehmer feststellten und dies bei einem anschließenden gemütlichen Beisammensein in einem Denzlinger Lokal nachdrücklich und mit Dank an die Wanderführer betonten.

Derzeit ist der Turm der Bergkirche eingerüstet.

Über die Jahrhunderte alte Geschichte der Nimburger Bergkirche informiert eine anschauliche Tafel.

 

Boule macht allen viel Spaß

Kolpingsfamilie lud wieder in die Anlage im Heidach ein

Denzlingen (hg). Die Denzlinger Kolpingsfamilie lud Mitglieder und wie immer auch Gäste ein zum „Boule für Jedermann“. Am  Freitag, 27. August 2021, trafen sich 16 Personen bei der  Boule-Anlage von „Boule '95“ im Heidach.

Organisator Peter Eisenberger hieß alle Besucher willkommen und bedankte sich beim Vorsitzenden des gastgebenden Vereins, Raimund Meier, für dessen Bereitschaft und Geduld, auch Neulinge in dieser beliebten Sportart entsprechend einzuweisen. Dazu hatten alle Mitspieler auf bestens präparierten Plätzen am Fuß des Einbollen und bei idealem Spielwetter  nicht nur gute Gelegenheit, sondern fanden beim Spiel vor allem auch viel Spaß.

Einer guten Tradition bei der Kolpingsfamilie folgend, hatte man für die drei Bestplatzierten sogar kleine Preise besorgt, die natürlich mit Freude ein Empfang genommen wurden. Bei einer anschließenden Einkehr im benachbarten  Einbollenstüble traf man sich schließlich noch in gemütlicher Runde, zumal man sich auch bereits bei anderer Gelegenheit über die Vorzüge der “3G“ (geimpft, genesen, getestet) erfreute.

Bestens präpariert zum Boule-Spiel sind die Plätze der Heidach-Anlage.

Die (nicht ganz vollzählige) Teilnehmer-Runde der Kolpingsfamilie.

 

Besuch der Landesgartenschau

Kolpingsfamile fuhr mit Gästen nach Überlingen

Denzlingen (hg). Es war ein wirklich sehr buntes Blumenerlebnis, das 33 Mitglieder und Gäste der Denzlinger Kolpingsfamilie am 18. August 2021 genossen. Peter Eisenberger, der bei der Kolpingsfamilie seit einigen Jahren gesellige Unternehmungen organisiert, hatte einen Besuch der Landesgartenschau in Überlingen am Bodensee auf dem Programm, womit er auf ein sehr positives Echo stieß.

Pünktlich um acht Uhr startete der Bus noch bei leichtem Regen, der sich jedoch bald bei zarten Wolken tagsüber zum herrlichen Sonnenschein auflöste. Nach gut zweistündiger Fahrt erreichte man den Bodensee und schließlich die alte Reichsstadt Überlingen, wo nachweislich bereits die Römer siedelten. Eine erste urkundliche Erwähnung findet man in einer Schenkungsurkunde an das Kloster St. Gallen aus dem Jahr 770, also deutlich früher als Denzlingen, das erstmals 984 erwähnt wird. Die gesamte Anlage der Stadt am Ostufer des Überlinger Sees und mehrere markante Gebäude und Straßen erinnern an eine reiche Stadtgeschichte.

Die Denzlinger Reisegruppe der Kolpingsfamilie vor der Heimfahrt.


Nicht von ungefähr hat man deshalb Überlingen als Standort der Landesgartenschau 2021 auserwählt. Der ohnehin wunderschöne Uferpark mit vorgelagerten „schwimmenden Blumeninseln“ aber auch die anderen besonders angelegten Gartenlandschaften, nämlich die „Villengärten“, die „Rosenobelgärten“ und „Menzinger Gärten“ bilden mit dem Stadtgraben und nicht zuletzt mit der altehrwürdigen Kapuziner-Kirche ein wirklich sehr besuchenswertes Reisesziel.

So wurde der Tagesausflug der Kolpingsfamilie dank guter Reisevorbereitung zu einem sehr schönen Erlebnis, wofür sich Kolping-Sprecher Wolfgang Humpfer sehr herzlich bei Peter Eisenberger bedankte. Dieser verwies in seinem abschließenden Gruß zugleich auf die nächste Veranstaltung mit Gästen, die bei der Kolpingsfamilie immer willkommen sind, nämlich auf „Boule für Jedermann“ am Freitag,  27. August 2021, 17 Uhr auf der Boule-Anlage im Heidach. Auch hierzu konnten sich Mitglieder und wie immer auch Gäste telefonisch bei Peter Eisenberger anmelden.

Wunderschöne Kunstwerke aus Baumstämmen kann man bestaunen.

Anlass zur Freude an unzählig vielen herrlichen Blumen gibt es vielfach.

Seerosen dürfen am Bodensee freilich nicht fehlen.

Renommierte Landschaftsgärtner prägten beeindruckende Bilder.

Selbst im dichtesten Besuchergetümmel ließ sich dieser Schwan nicht aus der Ruhe bringen.

 

Kolpingsfamilie feierte eine Maiandacht

Sehr selten sind derzeit infolge der Corona-Pandemie nahezu alle öffentlichen Veranstaltungen. In der über 600 Personen fassenden Jakobuskirche feierten am Freitag, 7. Mai 2021, immerhin rund 40 Frauen und Männer eine Maiandacht. Nahezu alle Teilnehmer waren bereits geimpft und alle vorgeschriebenen Sicherheitsregeln wurden dabei strikt eingehalten. Veronika Scherzinger als Geistliche Leiterin der Kolpingsfamilie sowie Gabi Panterodt und Wolfgang Humpfer trugen vorbereitete Texte vor.

Gudrun Baier (Orgel) und Katharina Hermann (Gesang und Querflöte) sorgten für eine sehr ansprechende musikalische Gestaltung der Feier, die von allen Teilnehmern nach langer Abstinenz als sehr wohltuend empfunden wurde. Mit Bedauern nahm man zur Kenntnis, dass man sich nach der Maiandacht nicht wie seit Jahren üblich zu einem gemütlichen Beisammensein in einem Lokal treffen konnte. 

Hier ein paar Bilder von der Maiandacht 2021:

„Viel Einsamkeit und Leere zu spüren“

Kolpingsfamilie lud zur Gedenkfeier unter Corona-Bedingungen in die Pfarrkirche St. Jakobus

Bei der diesjährigen Kolping-Gedenkfeier in der Kirche St. Jakobus.
Bei der diesjährigen Kolping-Gedenkfeier in der Kirche St. Jakobus.


Denzlingen (hg). Eine Kolping-Gedenkfeier, wie man sie in den zurückliegenden 62 Jahren ihres Bestehens in Denzlingen noch nie erlebte, fand am Vorabend des zweiten Advent, 5. Dezember 2020, in der Kirche St. Jakobus statt. Etwa 50 Personen folgten der Einladung des Vorstandsteams und hielten sich dabei sehr streng und gewissenhaft an die Vorsichtsregeln angesichts der nach wie vor grassierenden Corona-Pandemie. 
 

In allen Gemeinden, wo es Kolpingsfamilien gibt, wird Anfang Dezember der sogenannte Kolping-Gedenktag begangen, wobei man an den Geburtstag des Gründers, Adolph Kolping erinnert, der am 8. Dezember 1813 in Kerpen im Rhein-Erft-Kreis in Nordrhein-Westfalen geboren wurde und bereits 1865 in Köln verstarb. Als gelernter Schuster wurde er  - heute würde man sagen „auf dem Zweiten Bildungsweg“ - katholischer Priester, wobei er sich sein Leben lang um die soziale Situation von Arbeitern kümmerte. In jener Zeit großer sozialer Umbrüche infolge der fortschreitenden Industrialisierung engagierte er sich nach Kräften als Sozialreformer und wurde deshalb von der Kirche zum besonderen Vorbild erklärt, was von Insidern in der Regel als „selig gesprochen“ bezeichnet wird.

Vorrangig soziales Engagement

Vor diesem historischen Hintergrund engagieren sich die Mitglieder der Kolpingsfamilien mehr oder minder intensiv auf vier Feldern, nämlich primär um die eigene Familie, also um die täglichen Aufgaben als Vater oder Mutter, ferner um eine ordentliche tägliche Arbeit im ausgeübten Beruf. Als drittes Feld wird das Engagement in der Kirche gesehen, dem als viertes Feld die Mitgestaltung einer gerechten Gesellschaft gleich steht. Während sich in früheren Zeiten, als es noch in jedem Dorf einen katholischen Pfarrer gab, dieser sich meist persönlich um die Gründung und Leitung von Kolpingsfamilien kümmerte – in Denzlingen war dies im Jahr 1958 der aus Kollnau stammende damalige Pfarrer Hermann Hoch – sind heute auch andere Personen in dieser Funktion tätig. In Denzlingen ist dies seit einigen Jahren Gemeindereferentin Veronika Scherzinger, die als Geistliche Leiterin der Kolpingsfamilie zugleich  im Ausschuss Caritas und Soziales der Kirchengemeinde nachdrücklich die soziale Arbeit der Kolpingsfamilie unterstützt.

Soziales Engagement gab und gibt es in der Denzlinger Kolpingsfamilie schon seit Jahrzehnten. So spendeten zum Beispiel viele Jahre fast alle Mitglieder jährlich einmal in der Freiburger Klinik Blut, wobei das dabei empfangene Geld (in den achtziger Jahren war das zum Beispiel ein stattlicher Betrag von 50 D-Mark pro Spende!) unmittelbar nach der Spende noch in der Klinik vom Vereinskassierer der Kolpingsfamilie in Empfang genommen wurde. Ein Getränk und ein Vesperbrot zur Stärkung gab es anschließend im „Ochsen“ (heute „Belvedere“) allerdings schon, um auch die nicht unwichtige Geselligkeit zu pflegen. Seit über 50 Jahren sammelte die Denzlinger Kolpingsfamilie lange vor Einführung der „Grünen Tonne“ bereits Altpapier und früher auch Glas (einschließlich Pfandflaschen) für denselben Zweck. Auf diese Weise konnte die Kolpingsfamilie viele Jahre ein Kinderheim in Andheri in Indien mit namhaften Beträgen fördern.

Hilfe am Ort und weltweit

Anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Kolpingsfamilie im Jahr 2008 wollte man bewusst keine „Selbstbeweihräucherungs-Veranstaltung“ durchführen, sondern initiierte eine beeindruckende Spendenaktion , wobei man dank zahlreicher Spender tatsächlich über 35.000 Euro zusammenbrachte, womit man mit Hilfe einer erfahrenen kirchlichen Entwicklungshilfe-Institution ein sehr wirksames Projekt in Burundi in Zentralafrika unterstützen konnte, eines der  ärmsten Länder der Erde.

Bei der diesjährigen Kolping-Gedenkfeier ging es coronabedingt etwas bescheidener zu als all die Jahre zuvor. Man versammelte sich mit Abstand und Hygiene und selbstverständlich alle Teilnehmer mit Mundschutz in der Kirche, wo die Geistliche Leiterin zusammen mit Kolping-Sprecher, Wolfgang Humpfer, und dessen Vertreterin, Gabi Panterodt zusammen mit den rund 50 Besuchern einen Gottesdienst zum Nachdenken gestalteten. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von Hildegard Bargenda an der Orgel und Eva-Maria Steidel mit ihrer Blockflöte.

Veronika Scherzinger griff den Gedanken des Advent auf, wobei sie den lateinischen Begriff „Advent“ („Ankunft“) ins Blickfeld stellte. Die eigentlich unglaubliche christliche Botschaft, dass Gott Mensch wird, solle uns in der Adventszeit veranlassen,  „umzuschalten, innezuhalten, innerlich nachzukommen“. Gerade in dieser schwierigen Zeit sei es „hilfreich und gut, sich an dem festzuhalten, was prägt und trägt“. In den letzten Monaten habe man lernen müssen, dass vieles im Alltag zur Zeit nicht möglich sei. Auch die Kolpingsfamilie habe schmerzlich Veranstaltungen absagen müssen, regelmäßige Treffen seien nicht möglich gewesen und  alles Gewohnte im Kolping-Jahreskreis habe man aufgrund der Pandemie absagen müssen. Für einige sei diese Zeit eine „entschleunigte Zeit“ gewesen und bei anderen sei „viel Einsamkeit und Leere“ zu spüren gewesen. Aus diesem Grund dürfe man sich freuen, miteinander Gottesdienst zu feiern, betonte Veronika Scherzinger.

Ehrung von Jubilaren

Insgesamt acht Mitglieder – auffälligerweise übrigens ausschließlich Männer, weil die Kolpingsfamilie vor Jahrzehnten noch „reine Männersache“ war – wurden schließlich für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt. Dabei gab es weder einen Handschlag noch eine persönlich überreichte Urkunde, allerdings kräftigen Beifall seitens aller Besucher. Die Urkunden durften sich die Geehrten aus Vorsichtsgründen nach dem Gottesdienst selbst von einem Tisch abholen, wo die ehrenden Dokumente ausgelegt waren. Geehrt wurden Reinhold Pfaff (25 Jahre), Thomas Birkle und Thomas Stadelhofer (je 40 Jahre), Klaus Ostermaier (50 Jahre), sowie Roland Merz, Wolfgang Schöttgen, Heinz Staiger und Viktor Notheis (je 60 Jahre).

Von links: Gabi Panterodt. Veronika Scherzinger, Wolfgang Humpfer.
Von links: Gabi Panterodt. Veronika Scherzinger, Wolfgang Humpfer.