„Großeltern beten um Frieden für Kinder und Enkel“

Gut besuchte Gebetsstunde der Kolpingsfamilie

Gut besucht war die Gebetsstunde in der St. Jakobus-Kapelle.
Gut besucht war die Gebetsstunde in der St. Jakobus-Kapelle.


Denzlingen (hg). Eine nicht alltägliche Gebetsstunde fand am Montagabend, 28. Oktober 2019, in der Kirche St. Jakobus statt, wo das Motto „Großeltern beten um Frieden für Kinder und Enkel“ zum zweiten Mal in die Tat umgesetzt wurde. Künftig will die Denzlinger Kolpingsfamilie zweimal im Jahreszyklus, nämlich im Frühjahr und im Herbst, dazu einladen, wie Kolping-Sprecher Wolfgang Humpfer eingangs ankündigte.

Zur Gebetsstunde gekommen waren übrigens nicht nur Mitglieder der Kolpingsfamilie, sondern Besucher aus mehreren Gemeinden der Kirchengemeinde an der Glotter. Ein Wort des Gründungspräses Adolph Kolping war als Motto in der Einladung zu lesen: „Über dem Beten vergeht Bitterkeit, ist eine alte Erfahrung, die wohl jeder an sich selber erfahren hat. Welche füreinander beten, können sich unmöglich hassen und befehden. Wenn auf unserer Welt Frieden sein soll, muss auch ich meinen Teil dazu beitragen. Wenn der Frieden im Großen gelingen soll, muss er im Kleinen beginnen.“

Veronika Scherzinger als Geistliche Leiterin ergänzte bei der Gebetsstunde, die von Gudrun Baier an der Orgel musikalisch umrahmt wurde, den Gedanken der Verbindung miteinander, also im privaten und gesellschaftlichen Leben, mit der „Verbindung mit Gott“, die man als Gottesgeschöpf Mensch pflegen solle. An kleinen Stehtischen hinter der „Werktagskapelle“ verweilte man nach der Gebetsstunde noch länger, um sich bei Knabbereien und (nichtalkoholischen) Getränken über eigene Überlegungen zum Thema auszutauschen.

Gudrun Baier an der Orgel der Kirche St. Jakobus. Fotos: Helmut Gall
Gudrun Baier an der Orgel der Kirche St. Jakobus. Fotos: Helmut Gall

 

Spaß am „Kasperle“ ungebrochen

Jubiläumsauftritt der Freiburger Puppenbühne bei der Kolpingsfamilie – Wieder guter Besuch im Pfarrsaal

Denzlingen (hg).  Die Denzlinger Kolpingsfamilie lud am Sonntag, 27. Oktober 2019, wieder alle Kinder mit ihren erwachsenen Begleitpersonen ein zu einer kostenlosen Aufführung der Freiburger Puppenbühne. Karin Minuth brachte vor 110 Kindern und 40 Erwachsenen das Stück „Das Geheimnis der Waldfee“ zur Aufführung.

Wolfgang Humpfer bei der Begrüßung der Besucher im Pfarrsaal.
Wolfgang Humpfer bei der Begrüßung der Besucher im Pfarrsaal.


Dies war bereits die zehnte Veranstaltung mit der Freiburger Puppenbühne, also eine kleine Jubiläumsaufführung, zu der die Kolpingsfamilie alljährlich am ersten Sonntag der Herbstferien einlädt. Kolping-Sprecher Wolfgang Humpfer hatte aus gegebenem Anlass auch Ronald Renner aus Heuweiler eingeladen, der an seiner alten Drehorgel einige Kinderlieder intonierte.

Ferner gab es für die Kinder anlässlich des Puppenspieljubiläums ein kleines Überraschungsgeschenk in Form einer hübschen Postkarte mit Kasperle und seinem Hund Bello für Kinder im Vorschulalter, derweil die „Großen“, die bereits lesen und schreiben können, ein buntes Buchzeichen mit Bildern der Puppenbühne mit nach Hause nehmen durften.  Der Eintritt war wie immer bei der Kolpingsfamilie frei, das heißt, sie übernimmt jeweils die Honorarkosten. Auch diesmal konnte man sich aber über mehrere großzügige Spenden freuen, die man für weitere Veranstaltungen mit Familien verwenden will.

Ronald Renner mit seiner Drehorgel bei der Begrüßung der Kinder.
Ronald Renner mit seiner Drehorgel bei der Begrüßung der Kinder.

 

Karin Minuth mit der hübschen Waldfee und Kasperle.
Karin Minuth mit der hübschen Waldfee und Kasperle.

 

Gabi Panterodt vom Kolping-Vorstand mit kleinen Überraschungsgeschenken.
Gabi Panterodt vom Kolping-Vorstand mit kleinen Überraschungsgeschenken.

 

Der König ist in Sorge, weil Prinzessin Arabella mit Fieber im Bett liegt. Fotos: Helmut Gall
Der König ist in Sorge, weil Prinzessin Arabella mit Fieber im Bett liegt. Fotos: Helmut Gall

 

„Die Grenze des Todes überschritten“

Autor Jörgen Bruhn sprach vor 90 Zuhörern über „Nahtodeserlebnisse - „Blicke hinter den Horizont“ ist der Titel des von ihm veröffentlichten Buches

Denzlingen (hg). Die Denzlinger Kolpingfamilie hatte am Dienstag, 22. Oktober 2019,  einen Autor aus Hamburg zu Gast, Jörgen Buhn, der als Lehrer und evangelischer Theologe ein Buch über „Nahtodeserlebnisse“ schrieb, das er nach vielen Gesprächen mit Menschen verfasste, die bereits die „Grenze des Todes“ überschritten hatten, also bereits „klinisch tot“ waren und wieder ins Leben zurück geholt wurden.

Jörgen Bruhn bei seinem Vortrag im Gemeindesaal von St Jakobus.
Jörgen Bruhn bei seinem Vortrag im Gemeindesaal von St Jakobus.


„Mitten wir im Leben sind mit dem Tod umfangen“. Diesen Satz aus dem 11. Jahrhundert zitierte Wolfgang Humpfer als Sprecher der Kolpingsfamilie bei seinem Grußwort, wobei er aus dem Vorwort des Buches las, das die Bischöfin für Hamburg und Lübeck, Kirsten Fehrs, für Jörgen Bruhns Buch schrieb. Nach den vielfältigen Erfahrungen des Autors, der in Schulklassen ebenso wie in Gemeindeseminaren ungezählte Gespräche über dieses Thema führte, würden sich sehr viele Menschen nur mit Scham und Angst mit dem Thema Tod beschäftigen. Die unumgängliche Tatsache des Sterbens, das auf alle Menschen zukomme, sei Grund vielfältiger Angst. Ausgelöst werde sie durch „Schmerz,  Hilflosigkeit, Ausgeliefertsein“ und nicht zuletzt durch die Aussicht, anderen zur Last zu fallen.

Nicht zu wissen, „wie es wirklich ist, wenn es soweit ist“, löse vielfach Angst aus. Besagte Bischöfin betont in diesem Zusammenhang, dass es eine wichtige Hilfe beim Sterben ebenso wie zum Leben sein könne, wenn man Nahtoderlebnisse ernst nehme und sie als Grenzerfahrungen einordne ins eigene Leben. Dass sich der Autor bereits seit vielen Jahrzehnten mit den „Fragen nach den Letzten Dingen“ beschäftigt habe, hänge mit seiner persönlichen Biographie zusammen, da sein Vater im Krieg gefallen sei, als er selbst drei Jahre alt war. Mit 16 Jahren habe er auch noch seine Mutter verloren. So habe er sich schon als Kind die Frage nach dem Sinn solcher Ereignisse gestellt. Nach seinem Studium der Theologie und Philosophie sei er als Lehrer an Schulen zu seinem eigenen Erstaunen immer wieder nach „eschatologischen" (endzeitlichen) Themen befragt worden.

Heraus der der Tabuzone!

Wie ist es eigentlich mit dem Lebensende bestellt? Gibt es eine Seele und ist diese möglicherweise unsterblich? Solche Phänomene seien für viele Menschen existenziell interessant. Mit seinem Buch und mit seinen Vorträgen auf der Basis sachlicher Aufklärung wolle Bruhn dazu beitragen, dass „unser aller Sterben auf dieser Welt immer mehr der Tabuzone entrissen werde und sich durch die Kenntnis der Nahtoderlebnisse eine begründete Hoffnung einstelle, dass nämlich“ das Leben mehr ist als nur ein kurzes Gastspiel auf dieser kleinen Erde.“ In sehr vielen Lebensbereichen sei die Kenntnis der Nahtoderlebnisse geradezu notwendig, zum Beispiel zur  eigenen Lebensorientierung und Sinnfindung im Leben. Die Hospizarbeit, die Palliativmedizin, und jede Art medizinischer oder pflegerischer Betreuung eines Menschen könne aus den Nahtodeserlebnissen Gewinn ziehen, betont Bruhn in seinem Buch.

Er wolle dadurch den Umgang mit der eigenen Lebensangst und Todesfurcht günstig beeinflussen und nicht zuletzt auch beabsichtigte Suizide reduzieren. Die Kenntnis der Erlebnisse in Todesnähe sei dafür erfahrungsgemäß besonders gut. Schließlich müsse das Wissen um die eigene Endlichkeit unseres Erdenlebens mit allen Konsequenzen endlich aus der Tabuzone und aus der Verdrängung herausgeholt werden, unterstreicht der erfahrene Autor, der seinen Vortrag erfrischend anschaulich und ohne jedes Redemanuskript völlig frei mit Blick zu seinen Zuhörern hält. Keine Frage, die ihm im Anschluss an seine Ausführungen gestellt wird, scheint ihm fremd zu sein, so dass er ebenso sachlich wie begründet darauf eingeht.

Sehr interessiert an Bruhns Ausführungen zeigten sich die Zuhörer. Fotos: Helmut Gall
Sehr interessiert an Bruhns Ausführungen zeigten sich die Zuhörer. Fotos: Helmut Gall

 

 

Kolping lud zum Essen mit Jubilaren

Denzlingen (hg). Eine schöne Tradition bei der Denzlinger Kolpingsfamilie fand am Dienstagabend dieser Woche eine Fortsetzung: Das Vorstandsteam mit Gabi Panterodt und Maria Humpfer an der Spitze luden zum Abendessen mit den Geburtstagsjubilaren dieses Jahres ein. Gemeint sind freilich nur jene Jubilare, die einen Geburtstag „ü65“ zu feiern haben,  dessen Jahresanzahl durch 5 teilbar ist, also 70 aufwärts. Bei einer Vereinigung, die in Denzlingen im Jahr 1958 gegründet wurde und noch etliche Mitglieder in seinen Reihen hat, die bei der Gründung zumindest schon Jugendliche waren, kommt man im Jahr 2019 freilich locker auf einige Personen, die bereits spürbar über 70 sind. Das liebevoll zubereitete Abendessen am herbstlich bunt geschmückten Tisch und der Denzlinger Wein schmeckten offenkundig allen Teilnehmern, die sich beim Vorstandsteam herzlich bedankten. Kolping-Sprecher Wolfgang Humpfer, der eingangs alle Jubilare begrüßte, freute sich mit den beiden Damen in der Küche über einen gelungenen Abend im Kreis der Jubilare. Unser Bild zeigt die Jubilare und deren Partner mit den Gastgebern des Kolping-Vorstandes.

Raiffeisenbank spendete 500 Euro für Familien

Kolpingsfamilie organisiert damit „Ferienfreude im „Mach Blau“ - Ein Förderprojekt, das bereits seit fünf Jahren mit Erfolg läuft 

Bei der Scheckübergabe (von links): Wolfgang Humpfer, Bernd Singer und Franz Mayer.
Bei der Scheckübergabe (von links): Wolfgang Humpfer, Bernd Singer und Franz Mayer.


„In Denzlingen gibt es zunehmend Familien mit geringem Einkommen, die sich in den Schulferien ihrer Kinder keinen Urlaub leisten können und die vielfach auch kein Geld  haben, ihren Kindern zumindest hin und wieder einen Schwimmbadbesuch zu ermöglichen. Dazu gehören insbesondere alleinerziehende Familien und  Flüchtlingsfamilien“. Mit dieser Information fand die Denzlinger Kolpingsfamilie bereits bei einigen Förderern ein offenes Ohr, zuletzt bei der Raiffeisenbank Denzlingen, die das Familienprojekt aus Mittel des „Gewinnsparens“, mit 500 Euro unterstützt.
 

Am 6. August 2019 trafen sich Raiffeisenbank-Vorstand Bernd Singer mit Kolping-Sprecher Wolfgang Humpfer und Rechner Franz Mayer, um einen Scheck in besagter Größe zu überreichen. Humpfer erläuterte bei dieser Gelegenheit nochmals das Familienprojekt, wobei er das eingangs genannte Problem offen legte. Bis zum Jahr 2015 sei die Kolpingsfamilie Denzlingen immer wieder von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern/innen sozialer Institutionen und Initiativen angefragt worden, ob es möglich sei, Kindern von Familien mit  geringem Einkommen den Eintritt für einen Schwimmbadbesuch, unter anderem auch zum Besuch von einem Schwimmkurs der Gemeinde Denzlingen, zu bezahlen. Im Rahmen ihrer finanziellen  Möglichkeiten hatte die Kolpingsfamilie diesen Anfragen zunächst mit bis zu 400 Euro jährlich entsprochen. Der Bedarf für diese Unterstützung sei jedoch weitaus höher, betonte Humpfer, vor allem sei ein Schwimmbadbesuch für diese Kinder eine sehr wichtige und oft auch die „einzige Abwechslung in den Ferien“. Dort könnten sie nämlich auch „Freunde treffen und neue soziale Kontakte knüpfen“. 

Aus diesem Grund habe die Kolpingsfamilie bereits 2016 ihr neues Familienprojekt „Ferienfreude im Mach Blau“ initiiert und dieses Projekt auch in den Jahren 2017 und 2018 weitergeführt. Der Erfolg sei nicht ausgeblieben, vielmehr habe man letztes Jahr (2018) 20 Familien mit 51 Kindern und Jugendlichen unterstützen können. Möglich geworden sei der Erfolg vor allem dadurch, dass man aus verschiedenen Quellen Unterstützungsgelder erhalten habe. So konnte die Kolpingsfamilie auch im laufenden Jahr wieder das Familienprojekt fortsetzen, nachdem man Licht für den jährlich benötigten Grundstock in Höhe von 1.500 Euro gesehen habe. Einen besonders begrüßten Beitrag leistete nun auch die Raiffeisenbank Denzlingen-Sexau durch ihre Zuwendung aus Mitteln des Gewinnsparens. 

Wolfgang Humpfer bedankte sich bei Bernd Singer nachdrücklich für das offene Ohr. „Wir werden mit dem Geld Eintrittskarten für Kinder, Jugendliche und für Erwachsene als Begleitpersonen kaufen und stellen diese Eintrittskarten gezielt haupt- und ehrenamtlichen Betreuungspersonen dieser Familien zur Verfügung. Damit soll gewährleistet werden, dass nur Kinder und Familien durch das Familienprojekt unterstützt werden, die diese Unterstützung benötigen“, erklärte Humpfer bei seinem Dankeswort bei der Entgegennahme des Schecks.