Langjährige Kolping-Mitglieder geehrt

Foto: Lothar Panterodt


Anlässlich des Kolping-Gedenktages am Samstag, 3. Dezember 2016, traf man sich nach einem sehr beeindruckenden Abendgottesdienst mit Pater Franz Hoch im Gemeindesaal St. Jakobus, wo auch eine Abordnung aus Buggingen als Gäste zugegen waren. Seitens der Denzlinger Kolpingsfamilie wurden  fünf  langjährige Mitglieder geehrt. Unser Bild zeigt die Jubilare mit Vorstandsmitglied Franz Mayer (von links): Norbert und Luitgard Groß (25 Jahre), Ulrich Hartmann (50 Jahre), Wolfgang Humpfer (25 Jahre) und Gabriele Panterodt (40 Jahre).

Spaß beim verzauberten Häschen

Kolpingsfamilie lud Freiburger Puppenbühne ein – 170 Besucher waren im Gemeindesaal begeistert

Bei Kindern besonders beliebt ist neben dem Kasper dessen Freund „Bello“.


Bereits zum siebenten Mal lud die Denzlinger Kolpingsfamilie am Sonntag, 30. Oktober 2016, die Freiburger Puppenbühne in den Pfarrsaal von St. Jakobus ein. Bei freiem Eintritt konnten Kinder mit ihren Eltern, Geschwistern und Großeltern diesmal ein „verzaubertes Häschen“ erleben, ein Puppenspiel, das von  Karin Minuth optimal präsentiert wurde.
 

Kolpingsprecher Wolfgang Humpfer begrüßte eingangs  neben 90 Kindern auch 80 Erwachsene. Mit 170 Besuchern war dies zugleich die zweithöchste Besucherzahl, die seitens der Kolpingsfamilie bei den bereits zur Tradition gewordenen Aufführungen der Freiburger Puppenbühne registriert wurde. Vor allem die Kinder, aber auch die zahlreichen Erwachsenen waren wieder begeistert von der Aufführung der Freiburger Puppenbühne, die ausschließlich mit selbst gefertigten Puppen arbeitet. 

„Das verzauberte Häschen“ schien Karin Minuth förmlich auf den Leib geschnitten zu sein. Jedenfalls verstand sie es auch diesmal wieder hervorragend,  Kinder  wie Erwachsene mit Ihren bezaubernden Figuren und ihren charmanten kindgerechten Dialogen zu begeistern. Gerne nahm die Kolpingsfamilie am Ende der Aufführung eine kleine Spende entgegen, die wieder für ein weiteres Engagement der Puppenbühne verwendet wird. 

Auch Karin Minuths Mann,  Dr. Johannes Minuth, brachte in den vergangenen Jahren ebenfalls einige Stücke im Gemeindesaal von St. Jakobus zur Aufführung. Das 1987 gegründete Figurentheater wendet sich besonders an junge Zuschauer im Kindergarten- und Grundschulalter, jedoch ist mit der Bearbeitung von Goethes Faust auch ein Puppenspiel speziell für Erwachsene im Programm. Die Eheleute Minuth verstehen es immer wieder, Kinder wie Erwachsene mit ihrem Puppenspiel zu begeistern. Dabei treten sie allerdings bewusst immer als Einzeldarsteller auf, wie VHzH auf Nachfrage erfuhr. Ihre jeweils spezielle Art, Puppentheater zu präsentieren, ergänzt sich dabei in perfekter Weise.  

Die Kolpingsfamilie als Veranstalter lädt zu den Aufführungen immer bei freiem Eintritt ein, wobei sie darin einen weiteren Baustein ihres sozialen Engagements in der Gemeinde sieht, um Familien und nicht zuletzt auch Alleinerziehende zu fördern. Auch im nächsten Jahr wird die Kolpingsfamilie am ersten Sonntag der Herbstferien wieder die Kinder aus Denzlingen und Umgebung zu einer Aufführung der Freiburger Puppenbühne einladen.

Karin Minuth mit ihren prächtigen Puppenspiel-Figuren.

Weihnachtsfreude für viele Familien

In Kooperation mit dem Arbeitskreis Soziales von der Seelsorgeeinheit an der Glotter organisierte die Kolpingsfamilie auch dieses Jahr wieder über 20 Weihnachtsbäume, eine schöne Krippe mit Holzfiguren, Christbaumständer und Baumschmuck für Familien, die sich dafür interessierten und sich schließlich auch sehr freuten. Mit von der Partie war diesmal auch die Kita St. Jakobus, deren Elternbeirat eine Sammelaktion von Baumschmuck organisiert hatte. Kolping-Sprecher Wolfgang Humpfer, in dessen Hof in der Bahnhofstraße die Bäume gelagert wurden, wo man sich am Samstag vor dem dritten Advent zur Abholung traf, bedankte sich bei allen Spendern und wünschte den Familien mit ihren Bäumen und dem Schmuck frohe Weihnachten.  Gemeindereferentin  Veronika Scherzinger bedankte sich bei den  freundlichen Christbaum-Spendern, nämlich bei den Familien Über vom Birklehof in Heuweiler und  den Glottertäler Familien Zehnle, Lickert (Walderhansenhof) und Reichenbach (Lenzenhof). Unser Bild zeigt einige Familien  bei der Abholung der Bäume.

Ein Abschied mit Dank, Stil und Würde

Pfarrer Hermann Vogt trat im Alter von 75 Jahren in den verdienten Ruhestand – Besucher aus allen fünf Gemeinden der Seelsorgeeinheit bei Abschiedsfeier – Künftig in Nußbach bei Oberkirch wohnhaft

Pfarrer Hermann Vogt im Kreis von Geistlichen beim Abschiedsgottesdienst.

 

Pfarrer Hermann Vogt, der ab dem Jahr 200 bis 2016 auch Präses der Kolpingsfamilie Denzlingen war,  beendete Ende September  seine Tätigkeit als Leitender Pfarrer der Kirchengemeinde „An der Glotter“ und trat ab Oktober in den Ruhestand. Alle Angehörigen der Gemeinden und zahlreiche geladene Gäste waren aus diesem Anlass  am Samstag, 24. September, in die Kirche St. Jakobus in Denzlingen eingeladen, um mit ihm zum letzten Mal Gottesdienst zu feiern. Anschließend brachten mehrere Sprecher den Dank für seine 16-jährige Arbeit als Seelsorger aus, an der Spitze der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Michael Mächtel und Pfarrer Hans-Günter Hartwig zusammen mit dem Vorsitzenden des evangelischen Kirchengemeinderates, Thomas Pantel. 

Besonders beeindruckend war der sehr gut besuchte Gottesdienst, der von mehreren musikalischen Gruppierungen aus den Gemeinden der „Kirchengemeinde an der Glotter“ gestaltet wurde. Anschließend traf man sich im Gemeindesaal zu einem Stehempfang mit Gesprächsmöglichkeit. Den humorvoll-geistreichen Gipfel freundlicher Verabschiedung gestaltete dabei das ganze Seelsorgeteam zusammen mit den Damen im Pfarrbüro und in der Pfarrhausküche. Mehrere köstlich inszenierte Episoden aus dem „ganz normalen Alltag“ des scheidenden Pfarrers provozierten dabei eine Lachsalve nach der anderen. Gleichwohl wurde dabei auch spürbar, dass Scheiden auch in diesem Fall weh tut, und zwar offenbar auf beiden Seiten. 

Zusammen mit mehreren Geistlichen feierte Pfarrer Hermann Vogt zuvor in der voll besetzten Jakobuskirche Eucharistie, also „Danksagung“.  Die bekannte Geschichte vom reichen Prasser und dem armen Lazarus (Lukas 16,19 ff) fand dabei eine außergewöhnliche Beachtung, da sie sehr beeindruckend szenisch dargestellt wurde. Dabei spielte Dr. Bruno Becker aus Vörstetten die Rolle des Reichen, der nach seinem Tod in Verzweiflung nach der Einsicht seines verkehrten Verhaltens zu aller Überraschung eine zweite Chance bekommt. 

Gutes ökumenisches Miteinander

Nach dem Gottesdienst setzte sich Pfarrer Hermann Vogt in Zivilkleidung in die erste Reihe der Kirchenbänke neben Gemeindereferentin Veronika Scherzinger und Pastoralreferentin Yvonne Schmitt, die beide bei der Gestaltung des Gottesdienstes maßgeblichen Anteil hatten. Das Wort ergriffen anschließend zunächst Michael Mächtel als Vorsitzender des Gemeinsamen Pfarrgemeinderates der Kirchengemeinde an der Glotter. Unter frenetischem Beifall aller Besucher würdigte er das segensreiche Wirken von Pfarrer Hermann Vogt in allen Gemeinden der Seelsorgeeinheit. 

Das gute ökumenische Miteinander betonten Pfarrer Hans-Günter Hartwig und Thomas Pantel in seiner Funktion als Vorsitzender des Kirchengemeinderates. In wohlgesetzten Versen erinnerten sie an zahlreiche ökumenische Aktivitäten und schlossen mit den Worten: „ Für all diese Dinge sagen wir Dank. Und hoffen, das Gewachsene hat weiter Bestand. Vermissen werden wir Sie als ökumenischen Hirt. Doch wünschen wir für den Ruhestand, dass er schön werden wird.“ In Vertretung für den entschuldigten Dekan dankte Dekanatsreferent Ekkehart Bechinger für das Wirken von Pfarrer Vogt, der stets im Geist des Zweiten Vatikanischen Konzils gedacht und gelebt habe. In seiner „bedächtig-eigensinnigen Art“ sei er eine echte Bereicherung im Dekanat gewesen. 

Namens aller Bürgermeister der politischen Gemeinden der Seelsorgeeinheit dankte Bürgermeister Markus Hollemann an der „Verabschiedungs-Ziellinie“. In  den zurückliegenden 16 Jahren habe Pfarrer Vogt in den „Gemeinden viel erlebt und gegeben“, wofür er „Gottes reichen Segen“ wünschte.  Im Namen aller Gruppierungen in den Gemeinden würdigten Heinz Bitzenhofer, Susanne Rutgers und Wolfgang Humpfer die Arbeit von Pfarrer Hermann Vogt als Seelsorger in den fünf Gemeinden.  Dabei stellten sie nach vorheriger Absprache jeweils wichtige Teilaspekte der vielseitigen Arbeit heraus und dankten gemeinsam dem scheidenden Pfarrer. 

Viele bunte Luftballons

Nicht zuletzt ergriffen auch Vertreter verschiedenen Jugendgruppen das Wort  und dankten Pfarrer Vogt auf sehr originelle Weise in Worten und Geschenken, nicht zuletzt mit einem Riesenstrauß bunter Luftballons, die in den Abendhimmel aufstiegen.  

Zuletzt stellte sich Pfarrer Vogt vor den Altar und dankte zunächst für die zahlreichen Dankesworte und Geschenke, die ihm von allen Gratulanten zuteil wurden. Danach unterstrich er nochmals einige Gedanken zum Abschied, die er auch im Interview mit VHzH geäußert hatte und die ihm besonders wichtig erschienen. Dank gebühre dem gesamten Seelsorgeteam, denn er als Pfarrer allein hätte all das nicht leisten können, wofür man ihm bei der Abschiedsfeier gedankt habe. Sein Hauptanliegen sei stets gewesen, etwas von seinem Glauben weiter zu geben: die Liebe Gottes zu jedem Menschen.

 

Michael Mächtel (rechts) dankte namens der gesamten Kirchengemeinde.

 Im Geist der Ökumene (von links): Hermann Vogt, Hans-Günter Hartwig und Thomas Pantel.

Pfarrer Vogt mit Veronika Scherzinger und Yvonne Schmitt (von rechts).

 

Mit den Sprechern der kirchlichen Gruppierungen (von links): Susanne Rutgers, Heinz Bitzenhofer, Hermann Vogt und Wolfgang Humpfer.

Die Sprecher der Jugendgruppen danken zum Abschied.
Besonders originell verabschiedete sich das Seelsorgeteam im Gemeindesaal.

 

Aussprache über „Laudato si“

Pfarrer Hermann Vogt sprach über Papst-Rundschreiben

Denzlingen (hg). Vor rund 30 Besuchern sprach Pfarrer Hermann Vogt am Freitag, 22. April 2016, auf Einladung der  Kolpingsfamilie und der Katholischen Frauengemeinschaft (kfd) Denzlingen über das neueste Rundschreiben (Enzyklika) von  Papst Franziskus mit dem Titel „Laudato si – über die Sorge für das gemeinsame Haus“.

Nach der Aussprache über die Papstenzyklika (von links): Wolfgang Humpfer,  Pfarrer Hermann Vogt und Andrea Neß.
Nach der Aussprache über die Papstenzyklika (von links): Wolfgang Humpfer, Pfarrer Hermann Vogt und Andrea Neß.

Namens der Kolpingsfamilie hieß Sprecher Wolfgang Humpfer die Besucher willkommen, während Andrea Neß als kfd-Vorsitzende in ihrem Schlusswort für die rege Teilnahme dankte und die Frage aufwarf, wie man die sehr beachtenswerten Gedanken von Papst Franziskus einer breiteren Öffentlichkeit eröffnen könne. Pfarrer Vogt beschränkte sich in der Darstellung einiger wesentlicher Inhalte des viel beachteten Papstrundschreibens nicht auf einen Vortrag, sondern ließ die Teilnehmer selbst „Hand anlegen“, indem er die Besucher zur Lektüre exemplarischer Kapitel  einlud, deren Inhalte man im Rundgespräch vertiefte.

Auffallend  am Erscheinungsbild von Papst Franziskus seien nicht primär seine Worte, sondern sein vorbildliches Handeln. Die persönliche Lebensweise des Papstes unterstreiche sein verkündetes Wort in beeindruckender Weise. Franziskus lebt zum Beispiel nicht wie seine Vorgänger in einem repräsentativen Gebäude des Vatikans, sondern in einem von Schwestern geführten Gästehaus für Pilger. Sofern er mit einem Auto unterwegs sein müsse, benutze er ein bescheiden kleines  Fahrzeug.

Zur Abendmahlfeier am Gründonnerstag wasche er in einer Symbolhandlung Frauen und Männern die Füße. Und in Solidarität mit den Flüchtlingen aus Kriegsgebieten des nahen Ostens und aus schlimmen Armutszonen Afrikas besuchte er Lampedusa und zuletzt Lesbos.

Kenner  beobachten den Papst auch, wenn er sein Mittagessen mit Angestellten im Vatikan persönlich in einer Kantine auf dem Tablett abholt und sich zu ihnen an der Tisch setzt. Berichtet wird auch, dass er das Bett seines Schlafzimmers täglich selbst mache, mit der Begründung, dass eine Ordensschwester zu wichtigeren Dingen berufen sei als zu derartigen Alltagsabeiten, die er auch als Papst selbst verrichten könne.

Wirtschaftssystem, Konsumverhalten, Klima, Krieg...

Wesentlich in den von Pfarrer Vogt ausgewählten Kapiteln waren allerdings die von Papst Franziskus dargestellten Zusammenhänge von Wirtschaftssystem, Konsumverhalten, Klima, Krieg, Not in der Welt und Egoismus. Neben allen zum Teil sehr kritischen Äußerungen des Papstes in Richtung auf einen ungehemmten Kapitalismus sehe er gleichwohl immer auch die Reformfähigkeit und den Wunsch der Menschen nach Frieden und Gerechtigkeit. 

Unter demütiger Beachtung eines breiten Spektrums kritisch-wissenschaftlicher Analysen blicke der Papst in seiner Enzyklika auf die Konsequenzen unseres persönlichen Handelns für die ganze Menschheit und die Schöpfung generell, die es zu bewahren gelte.