Kasperle erfreute die Kinder

Denzlingen (hg). Viele kleine, aber auch zahlreiche große Freunde des Puppentheaters fanden am Sonntag, 27. Oktober 2013, ihren Spaß beim Stück „Kasper und der Drachenprinz“, das von der Freiburger Puppenbühne auf Einladung der Kolpingsfamilie Denzlingen im Gemeindesaal des katholischen Pfarrzentrums aufgeführt wurde. Da man seitens der Kolpingsfamilie als Veranstalter keinen Eintritt erhob,  fand man bei nicht wenigen Besuchern großes Entgegenkommen durch freiwillige Spenden, die dem Mittagstisch für Obdachlose von Diakon Harald Stefanovici zufließen. 

Mit Spannung verfolgten die Kinder die Abenteuer von Kasper und seinem treuen Bello, die natürlich wieder ein erfolgreiches Team bildeten, wobei die Kinder wie zu erwarten kräftig mithalfen, um das begehrte „Wasser des Lebens“ zu finden, das man als Gegenmittel  gegen einen hundertjährigen Zauberschlaf dringend benötigte.

Das klassische Kaspertheater bekommt bei der Freiburger Puppenbühne ein neues Gesicht. Trotz märchenhafter Zauberwelt sind die Themen des „Drachenprinzen“ brandaktuell: Es geht um Liebe und Mitgefühl, Gier und Hinterlist, um das Überwinden von Angst und um Wagemut. Was ist für den Prinzen wichtiger: den Verlockungen der Fürstin der Nacht nachzugeben, die ihm große Macht verspricht, oder seinem Herzen zu folgen und für den Frieden und für seine Liebe einzustehen. Das Bild zeigt die selbst kreierte Kasperlefigur von Dr. Johannes Minuth mit dem bei Kindern besonders beliebten Bello.

Bürgerstiftung fördert Alleinerziehende

Zuschussantrag durch die Kolpingsfamilie positiv beschieden – 400 Euro gewährt

Bei der Scheckübergabe der Denzlinger Bürgerstiftung.


Denzlingen (hg). Die Denzlinger Kolpingsfamilie bekam dieser Tage einen Zuschuss durch die Bürgerstiftung Denzlingen, der zur Durchführung eines Alleinerziehenden-Treffs beantragt war und nun in Höhe von 400 Euro genehmigt wurde. Der Scheck wurde von Stiftungs-Vorstandsmitglied Georg Bellinger an den Sprecher der Kolpingsfamilie, Wolfgang Humpfer, im Beisein von Alleinerziehenden und Vertretern des Arbeitskreises Caritas und Soziales überreicht.


Im Rahmen seines Engagements als katholischer Sozialverband arbeitet die Kolpingsfamilie Denzlingen im Arbeitskreis „Caritas und Soziales“ der katholischen Seelsorgeeinheit An der Glotter mit. Dieser Arbeitskreis bot bereits im vergangenen Jahr einen ersten „Treff für Alleinerziehende“ an, der eine sehr gute Resonanz fand und die Verantwortlichen nun bestärkte, dieses Projekt weiter zu führen. So plant der Arbeitskreis nun gemeinsam mit zwei alleinerziehenden Frauen einen zweiten „Treff für Alleinerziehende“, der am Sonntag, 7. Juli, angeboten wird. Die Verantwortung für diese Veranstaltung, insbesondere auch für die Finanzierung der Kosten, wird die Kolpingsfamilie Denzlingen übernehmen. Deshalb stellte sie den Antrag an die Bürgerstiftung Denzlingen zur finanziellen Unterstützung dieses Projektes.

Es ist nun geplant, Alleinerziehenden mit ihren Familien an besagtem Sonntag eine Wanderung zu einem Grillplatz anzubieten, wo die Kinder spielen können und den Familien ein kostenloses Essen angeboten wird. Wichtig ist dabei natürlich auch das persönliche Gespräch, um die Situation und spezielle Probleme von Alleinerziehenden besser kennenzulernen. Nicht zuletzt will man dabei auch Kontakte untereinander fördern. Wünschenswert im Interesse der Alleinerziehenden wäre dabei auch, dass das beim ersten „Treff für Alleinerziehende“ geknüpfte Netzwerk der Kommunikation und Kooperation weiter ausgebaut würde. Die Kinder der Familien werden an diesem Tag von Gruppenleitern/innen der Katholischen Jugendverbände begleitet und betreut, die ihr Engagement, wie auch alle engagierten Mitarbeiter/innen des Arbeitskreises, der Kolpingsfamilie und der Pfarrgemeinde, selbstverständlich ehrenamtlich einbringen. Zum Ende des gemeinsamen Tages werden die Eindrücke und Erfahrungen mit den Teilnehmern/innen zusammengetragen und Ideen für die Planung weiterer Treffen gesammelt.

Der Erlebnis-Tag Baumkronenweg soll nach Auskunft von Sonja Reichert, die den Arbeitskreis „Caritas und Soziales“ leitet, am Sonntag, 7. Juli dieses Jahres, stattfinden, und zwar beginnend mit einer Zugfahrt ab Denzlingen um 11 Uhr. Geplant ist die Wanderung zum Baumkronenweg und das Erlebnis Baumkronenweg. Die Rückkehr mit dem Zug ist gegen 18 Uhr geplant. Allein in Denzlingen gebe es nach recherchierten Informationen etwa 120 alleinerziehende Familien, die dazu eingeladen sind. In Kirchen und anderorts liegen dazu auch Flyer mit näheres Infos aus. Anmeldungen zum Erlebnis-Tag Baumkronenweg werden erbeten unter folgenden Rufnummern: 07666/911330 (kath. Pfarrbüro) oder 07684/552 (Veronika Scherzinger, Gemeindereferentin) oder 07666/2323 (Sonja Reichert, Pfarrgemeinderätin).

Erneuerbare Energie im Blickfeld

Kolpingsfamilie fährt am 26. April nach Freiamt

Eine der Windkraftanlagen von Freiamt.


Denzlingen (hg). Die Kolpingsfamilie Denzlingen lädt ein zu einer geführten Besichtigung von Wind-Energie-Anlagen in Freiamt. Am Freitag, 26. April, trifft man sich um 16 Uhr am Parkplatz von St. Jakobus zur Bildung von Fahrgemeinschaften. Informationen gibt Dietmar Welte, Telefon 2847.


Nach offiziellen Angaben wurden in Freiamt im Jahr 2012 rund 20 Millionen Kilowattstunden Strom durch regenerative Anlagen erzeugt. Diese Energiemenge liegt um mehr als 160 Prozent über dem Gesamtstrombedarf der Gemeinde. Derzeit sind in Freiamt etwa 250 Photovoltaikanlagen mit einer hohen Leistung installiert und ständig kommen neue Anlagen hinzu.
Windkraftanlagen mit einer Leistung von insgesamt 9.700 Kilowatt tragen ebenfalls zu der eindrucksvollen Energiebilanz von Freiamt bei. Nicht zu vergessen sind auch vier von Wasserkraft betriebene Kleinkraftwerke, in denen immerhin der Strom für zwei Sägewerke und eine Mühlenbäckerei erzeugt wird. Der Reststrom fließt in das allgemeine Netz. Für Interessierte dürfte der Besuch in Freiamt sicher besonders attraktiv sein. Gäste sind wie immer willkommen.

Viele Familien bei Kolping-Suppe

Am Palmsonntag gab es für alle Kinder ein Geschenk

Gottesdienst an Palmsonntag in St. Jakobus

Denzlingen (hg). Zur traditionellen Familiensuppe am Palmsonntag lud die Denzlinger Kolpingsfamilie auch dieses Jahr wieder ein. Nach dem Gottesdienst mit Palmweihe waren alle Besucher in den Gemeindesaal unter der Kirche eingeladen.

Küchenchef Paul Herrmann hatte mit einem Team bewährter Mitarbeiter, darunter nicht zuletzt seine Frau Heidi, in der neu eingerichteten Küche des Gemeindesaales von St. Jakobus wieder eine köstliche Frühlingssuppe zubereitet, die mit frischem Brot serviert wurde und wie zu erwarten großen Anklang fand. Während die Erwachsenen einen kostendeckenden Preis entrichten mussten, wurde die feine Suppe für alle Kinder bis zu 16 Jahren kostenlos ausgegeben – mit einem bunten Osterei zusätzlich.

Die Kolpingsfamilie verwendet eingehende Erlöse aus diversen Sammelaktionen, zum Beispiel auch aus den Altpapiersammlungen, um damit Familien eine kleine Freude zu bereiten, zum Beispiel durch kostenlose Kasperle-Aufführungen, Besuche im Freiburger Planetarium, Zoobesuche und anderes mehr. Getreu dem gewählten Motto „Kolping strahlt aus“ will man damit bewusst ein Zeichen dafür setzen, dass es auch heute noch Menschen gibt, die sich ehrenamtlich für andere engagieren, ohne eine Gegengabe zu erwarten.
Natürlich begrüßt man es sehr, wenn sich andere anstecken lassen und ähnliche Aktionen unternehmen. Denn jedes ehrenamtliche Engagement wird als willkommener Beitrag gesehen für ein soziales Miteinander in einer Gemeinde, die man als „liebenswert“ bezeichnen kann.

Gottesdienst an Palmsonntag in St. Jakobus

Gottesdienst an Palmsonntag in St. Jakobus

Das Küchenteam der Kolpingsfamilie freute sich über viele Besucher.

Kolpingsfamilie zog kritische Bilanz

Altersstruktur wirft existenzielle Fragen auf – Engagement weiterhin gefragt

Die Kolpingsfamilie mit Banner bei der Fronleichnamsprozession.

Denzlingen (hg). Die Mitgliederversammlung der Denzlinger Kolpingsfamilie bot kürzlich Gelegenheit zu einer angekündigten selbstkritischen Besinnung über ihre künftige Stellung und ihre Aufgaben in der Gemeinde. Ob es für die seit 55 Jahren in Denzlingen bestehende kirchliche Gemeinschaft auch noch in Zukunft einen Standort in der Gemeinde geben werde, hänge ausschließlich davon ab, ob sich auch jüngere Gemeindemitglieder dafür engagieren wollen. 

Die eigentlichen üblichen formalen Angelegenheiten einer Mitgliederversammlung, nämlich der Tätigkeitsbericht des Vorstandes, vorgetragen von Wolfgang Humpfer und Gabi Panterodt, sowie der Kassenbericht des bewährten Rechners Franz Mayer waren relativ rasch abgehandelt, so dass man zum allseits mit Spannung erwarteten Tagesordnungspunkt 10 kam, wo es um „die Zukunft der Kolpingsfamilie Denzlingen“ ging, wobei man neben einer Standortbestimmung konkrete Anregungen und Planungen erwartete. Von den aktuell 113 Mitgliedern der Kolpingsfamilie war immerhin ein gutes Drittel zur Mitgliederversammlung erschienen. Nicht wenige meldeten sich auch zu Wort, nachdem Sprecher Wolfgang Humpfer eine zuvor schriftlich erstellte Tischvorlage als Ergebnis einer wenige Tage zuvor durchgeführten offenen Vorstandssitzung zu dieser Frage vorgetragen hatte. 

Demnach gebe es in der Kolpingsfamilie durchaus etliche jüngere Mitglieder, die allerdings nahezu alle in verschiedenen Denzlinger Vereinen und anderen Organisationen in Kirche und Kommune tätig seien, was man vom Selbstverständnis der Kolpingsfamilie her sehr wohl anstrebe. Trotz intensiver Bemühungen, um jüngere Nachfolger für das Vorstandsteam der Kolpingsfamilie zu finden, sei man bisher ohne Erfolg geblieben. Dies könne in naher Zukunft dazu führen, dass die bisher geleistete Arbeit künftig nicht mehr fortgesetzt werden könne, nachdem zuletzt nur noch ein Vorstandsmitglied unter 65 Jahre alt sei. Weniger problematisch sei es, Personen für konkrete, zeitlich begrenzte Projekte zu gewinnen. Schwierig bis unmöglich hingegen sei es, Frauen und Männer für bestimmte Positionen im Vorstand für ein längerfristiges Engagement zu bewegen. Zahlreiche Bemühungen, Appelle, Diskussionen und auch persönliche Ansprachen hätten wenig Erfolg gezeigt.


„Überhaupt noch eine Zukunft?“

Insofern sehe man sich vor die Frage gestellt, ob und wie die Programmgestaltung im bisherigen Umfang aufrechterhalten werden könne. Damit stehe ganz konkret die Frage im Raum, „ob die Kolpingsfamilie Denzlingen überhaupt noch eine Zukunft“ habe. Sehr ernsthaft und engagiert hätten bereits die Teilnehmer der offenen Vorstandssitzung die Darstellung des Vorstandes erörtert und als Fazit vorläufig folgendes Kolping-Wort aufgegriffen: „Die Nöte der Zeit werden Euch lehren, was zu tun ist“. Eine wesentliche Herausforderung werde es sein herauszufinden, welches die „Nöte der Zeit“ seien, „die unser Handeln bestimmen“ und welche Konsequenzen daraus für das Engagement der Kolpingsfamilie gezogen werden müssten. „Wir hoffen und beten auf Teufel komm raus“, so Präses Hermann Vogt wörtlich; und weiter: „Die gute, in vielen Jahren gewachsene Gemeinschaft darf nicht zerbrechen“. Gleichwohl gab auch Pfarrer Vogt zu verstehen, dass man in den Änderungen der Zeit auch neue Chancen für ein Engagement in der Gemeinde sehen dürfe, wie auch immer dieses organisatorisch künftig aussehe. 

Wenn sich zeigen sollte, dass künftig keine jungen Familien mehr von sich aus in der Kolpingsfamilie aktiv werden wollen oder können, dann werde es eben in Zukunft in der Gemeinde keine Kolpingsfamilie mehr geben, so Helmut Gall, der ebenfalls im Vorstandsteam mitarbeitet. Sicher wäre das ein Verlust, aber nicht unbedingt ein totales Unglück, sofern eine neue Gemeindegeneration auf andere Weise Christsein heute zu leben versuche, mit neuen Antworten auf neu sich stellende Fragen.

Unbeantwortete Frage

Der Gründer der Kolpingsfamilien, Adolph Kolping, habe übrigens auch „nicht zuerst einen Verein gegründet und diesem am Schreibtisch selbst erdachte Zielvorgaben gegeben, um danach Ausschau zu halten, wer sich zu ihm gesellen möchte“. Vielmehr habe er mit den Betroffenen zunächst die Probleme seiner Zeit betrachtet und erst danach eine Gemeinschaft gegründet, um jungen Menschen bei der Lösung ihrer Probleme zu helfen. „Könnte es sein, dass Denzlingen mit seinen heute über 80 Vereinen inzwischen einer solchen 'Problemlöser-Gemeinschaft“ namens Kolpingsfamilie nicht mehr bedarf?“, war die Frage, die letztlich unbeantwortet im Raum stehen blieb.