Freiburger Puppenbühne zu Gast

Denzlinger Kolpingsfamilie lädt seit Jahren Familien ein

Karin Minuth mit Wolfgang Humpfer vor der Aufführung im Gemeindesaal.

Denzlingen (hg). Am Samstag vor Allerheiligen erlebten 80 Kinder und 40 Erwachsene einen unterhaltsamen Nachmittag im Gemeindesaal von St. Jakobus. Die Denzlinger Kolpingsfamilie hatte Familien mit kleinen Kindern zum Kasperletheater eingeladen und dazu die berühmte „Freiburger Puppenbühne“ engagiert.

Bereits seit sechs Jahren lädt die Denzlinger Kolpingsfamilie Familien mit Kindern bei freiem Eintritt ein, um eine Vorstellung der „Freiburger Puppenbühne“ zu besuchen. Diesmal konnte Kolping-Sprecher Wolfgang Humpfer alle kleinen und großen Freunde des Puppentheaters Karin Minuth im Pfarrzentrum St. Jakobus willkommen heißen, die ebenso wie ihr Mann, Dr. Johannes Minuth, zahlreiche Stücke im Repertoire hat. „Das Geheimnis der Waldfee“ lautete der Titel des Stückes, das die Kinder, Eltern, Großeltern, Tanten und Freunde zu sehen bekamen. Auch diesmal war der Eintritt ist frei, wobei die Kolpingsfamilie zur Deckung der Kosten gerne eine kleine Spende entgegen nahm, die man wieder für weitere Aufführungen verwendet.

Kasper wurde in dem Stück vor eine schwierige Aufgabe gestellt: Prinzessin Arabella lag nämlich krank im Bett und konnte nur gesund werden, wenn das Geheimnis der Waldfee enthüllt würde. Dass dem Freund aller Kinder, nämlich Kasper, dies mit vielstimmiger Unterstützung aller anwesenden jungen Besucher tatsächlich gelingen würde, bezweifelte freilich niemand auch nur eine Sekunde, zumal Kasper von seinem treuen Freund und Wegbegleiter, nämlich seinem Hund Bello, auf dem Weg durch den Wald geführt wurde. Doch als im Wald weit und breit nichts von einer Fee zu sehen war, tauchte gerade noch rechtzeitig Zwerg Timmetimm auf, der um die vielen Wunder bestens Bescheid weiß, die es im Wald zu entdecken gibt.

Mit seiner Hilfe kommt Kasper zur Freude aller Kinder auf die richtige Spur. Wie nicht anders ernsthaft zu erwarten, ist zum Schluss alles wieder gut, die Prinzessin ist gesund und tanzt sogar ganz fröhlich und singt mit Kasper und den Kindern schließlich ein Lied. Dr. Johannes und Karin Minuth schreiben ihre Texte übrigens selbst, entwerfen und gestalten auch die phantasievollen Puppen. „Das Geheimnis der Waldfee“ wurde übrigens gefördert vom Landesverband Freier Theater Baden-Württemberg e.V. aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst.

Der König ist traurig, weil Prinzessin Arabella krank im Bett liegt.

„Ich kaufe Ihnen den Schrank!“

Fairkauf“ vermittelt praktische Arbeitserfahrungen – Kolpingsfamilien Denzlingen und Emmendingen vor Ort

Die Kolping-Besuchergruppe bei „Fairkauf“ in Emmendingen.

Denzlingen (hg). In einer gemeinsamen Vor-Ort-Veranstaltung waren Mitglieder der Denzlinger und Emmendinger Kolpingsfamilien Mitte Oktober bei „Fairkauf“ in Emmendingen, um sich mit Geschäftsführer Patrick Krezdorn über Zielsetzungen und konkrete Schritte dieser Einrichtung zu informieren.

Eine Kundin wollte gerne einen kleinen Schrank kaufen. Als sie den Preis hört, sagt sie leise: „Dann kann ich ihn mir doch nicht leisten“. Dies hört eine andere Kundin, die sich ihr zuwendet mit den Worten: „Ich kaufe Ihnen den Schrank.“ Wenn Patrick Krezdorn, Geschäftsführer von 48 Grad Süd und auch verantwortlich für den „Fairkauf“ Emmendingen, diese kleine beispielhafte Episode erzählt, spüren seine Zuhörer von den Kolpingsfamilien Denzlingen und Emmendingen, wie sehr er die Idee dieses Projektes lebt. Aus allen Schichten der Bevölkerung kaufen Menschen im „Fairkauf“ Emmendingen ein, günstige Waren, die von Haushalten im Landkreis aussortiert und - statt dem Sperrmüll zugeführt - an den „Fairkauf“ weitergegeben werden.

In dem Projekt arbeiten bei Sortierarbeiten, bei der Aufarbeitung der Ware, in der Dekoration, im Verkauf, bei der Abholung und Auslieferung von Waren regelmäßig bis zu 60 Frauen und Männer, die in der Regel schon länger erwerbslos sind. Die Tätigkeit in dem Gebrauchtwarenkaufhaus mit einer Ausstellungsfläche von über 600 Quadratmetern eröffnet ihnen neue Chancen auf Beschäftigung, Qualifizierung und Integration in den Arbeitsmarkt. Durch praktische Arbeitserfahrungen, ergänzt durch fachtheoretischen Unterricht und zusätzliche individuelle sozialpädagogische Begleitung, werden sie auf eine angestrebte Vermittlung in den Arbeitsmarkt vorbereitet.

Doch zunächst ist es wichtig, dass sie mit ihrer Tätigkeit im „Fairkauf“ eine sinnerfüllte Tagesstruktur erleben, eine Aufgabe im beruflichen Alltag in unserer Gesellschaft finden und durch den regelmäßigen Kontakt mit Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen erfahren, dass sie nicht ausgeschlossen sind. So wundert es nicht, dass Verantwortliche und Mitarbeiter im „Fairkauf“ mit einem leisen Hauch von Stolz zur Zeit einen besonderen Beitrag zur Bewältigung gesellschaftlicher Aufgaben leisten, in dem sie mit großem Engagement in das Herrichten und Einrichten von Wohnungen und Unterkünften für Flüchtlingsfamilien im Landkreis Emmendingen eingebunden sind.

Am Ende des Projektbesuchs meinte brachte eine der Denzlinger Besucherinnen zum Ausdruck, was auch andere so empfanden: „Ich bin schwer beeindruckt, was sich hinter dem „Fairkauf“ verbirgt; das alles wusste ich bislang nicht und ich bin froh, dass ich heute dabei war.“ 

Maiwanderung am Brettentalereck

Denzlingen (hg). Eine Wandergruppe der Kolpingsfamilie startete am Sonntag, 17. Mai 2015, zu einer Maiwanderung. In Freiamt traf man sich am Pflingsteck, um eine Rundwanderung von etwa zweieinhalb Stunden zu unternehmen, nämlich über das Brettentalereck zur Kniesteinkapelle.  Eine Einkehr in der Vesperstube am Pflingsthof durfte dabei natürlich auch nicht fehlen, wo man den herrlichen Tag ausklingen ließ. Unser Bild zeigt die Wandergruppe vor der Kniesteinkapelle.

Kolpingsfamilie dankte mehreren Mitgliedern

Paul und Heidi Herrmann mit großem Beifall in den „Ruhestand“ verabschiedet

Besonderen Dank erfuhren Heidi und Paul Herrmann.

 

Denzlingen (hg). Es war kein „Kolping-Gedenktag“ wie alle Jahre im Dezember, wenn sich bundesweit die Kolpingsfamilien anlässlich des Todesdestages (4. Dezember 1865) des Gründers des Kolpingwerkes, Adolph Kolping, versammeln, um sich seines Auftrags zu erinnern. Die Denzlinger Kolpingsfamilie, die 2008 ihr 50-jähriges Bestehen feierte, hatte diesmal Anlass zu einigen Mitglieder-Ehrungen. Besonderen Dank erfuhren Heidi und Paul Herrmann, die seit Jahren bei vielen Veranstaltungen die Küche leiteten. 

Die Denzlinger Kolpingsfamilie begeht den „Kolping-Gedenktag“ seit Jahren jeweils am Vorabend des zweiten Adventssonntages, wobei man sich mit den Angehörigen und Gästen bereits zum Sonntag-Vorabendgottesdienst in der St. Jakobuskirche zum Gedenkgottesdienst einfindet. Anschließend geht es in den Gemeindesaal, wo nach dem gemeinsamen Abendessen jeweils eine Gedenkfeier stattfindet. Einige Denzlinger Mitglieder der Kolpingsfamilie zogen vor Jahren in die Gemeinde, nachdem sie anderorts bereits in eine dort ansässige Kolpingsfamilie eingetreten waren. So ist es zu erklären, dass einige Denzlinger Mitglieder bereits länger dabei sind als die örtliche Kolpingsfamilie besteht, die erst 1958 vom damaligen Pfarrer Hermann Hoch gegründet wurde.

Mit großem Dank und mit viel Beifall wurden im Rahmen der diesjährigen Gedenkfeier die Eheleute Paul und Heidi Herrmann nach vielen Jahren ehrenamtlicher Arbeit „verabschiedet. Paul Herrmann war in seinem aktiven Berufsleben 28 Jahre lang bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1998 Küchenchef in der Freiburger Universitätsmensa, wo er mit einem großen Team von Mitarbeitern täglich über 5000 Essen zubereitete, angefangen von der Planung über den Einkauf bis zur Fertigung und Essensausgabe. Zuvor hat er den Beruf des Kochs solide gelernt und war in verschiedenen renommierten Küchen in Freiburg und Straßburg tätig. Sein Wunsch, etwas mehr Zeit für die Familie zu haben, waren ausschlaggebend dafür, dass er sich für die Arbeit in einer Großküche entschied, wo er wenigstens am Wochenende etwas mehr Freizeit hatte.

Dass er sein großes fachliches Wissen und Können auch in seiner Freizeit einbrachte, nämlich als Mitglied der Denzlinger Kolpingsfamilie bei ungezählten Gelegenheiten, wo er mit einem Team von Frauen und Männern in der Küche stand, um für Besucher von ungezählten Gemeindefesten etwas Ordentliches auf den Teller zu bringen, gehört nicht zu jenen erwarteten ehrenamtlichen  „Selbstverständlichkeiten“, sondern verdient sicher zurecht besonderen Dank.

Mit an seiner Seite, und das nicht nur bei der Arbeit in der Küche, stand Paul Herrmanns Frau Heidi, die daher ebenso wie ihr Mann den Dank der Kolpingsfamilie erfuhr, den Wolfgang Humpfer als Sprecher zum Ausdruck brachte. Nach seiner sehr beachteten Meditation über die besondere Rolle der Frau im Leben der Menschen, nahm Wolfgang Humpfer zusammen mit Kolping-Präses Hermann Vogt auch noch einige weitere Ehrungen langjähriger Mitglieder vor, von denen allerdings nicht alle zum Gedenktag kommen konnten: Rolf Kirner, Franz Mayer und Peter Gehring (je 40 Jahre Mitglied) sowie Helga Haßler, Elli Kropat, Gisela Mayer, Maria Ostermaier, Elisabeth Staiger und Annegret Kammans, die alle jeweils seit 25 Jahren Mitglied der Denzlinger Kolpingsfamilie sind.

Die erschienenen Geehrten der Denzlinger Kolpingsfamilie.

 

 

Führung in der Münsterbauhütte

Kolpingsfamilie voller Bewunderung vor Kunsthandwerk

Die Denzlinger Besuchergruppe vor der Münsterbauhütte.

 

Denzlingen (hg). Eine nicht alltägliche Führung durch die Freiburger Münsterbauhütte erlebte eine 23-köpfige Besuchergruppe der Denzlinger Kolpingsfamilie  am Donnerstag, 9. Oktober 2014. Kompetenter Informant war der Leiter des Freiburger Augustinermuseums und des Museums für Stadtgeschichte, Peter Kalchthaler.

Er würzte seine ebenso spannende wie aufschlussreiche Führung mit zahlreichen Hintergrundinformationen zur Baugeschichte des Freiburger Münsters. Die relativ lange Bauzeit von über 300 Jahren, wobei freilich dazwischen 100 Jahre nicht gebaut wurde, stand im besonderen Blickfeld. So hätten die Handwerker, die das Münster bauten, ein besonders hohes Ansehen genossen, was sich nicht zuletzt auch in einer ungewöhnlich hohen Entlohnung ausgewirkt habe. Sage und schreibe das Siebenfache dessen, was gewöhnliche Handwerker für ein Tagwerk bekamen, sei ihnen damals zugeflossen. Dies gelte leider nicht für die heute in der Münsterbauhütte Beschäftigten, nämlich elf Steinmetze, zwei Bildhauer, drei Lehrlinge und die Münsterbaumeisterin, die allesamt eine hoch qualifizierte Arbeit leisteten, wovon sich die Besucher der Kolpingsfamilie in der Werkstatt überzeugen konnten.

Bewunderung riefen auch die Erläuterungen von Peter Kalchthaler hervor, mit welcher technischen Akribie vor hunderten von Jahren die hochqualifizierten Münsterbauer mit Hilfe von Treträdern, von denen es heute noch drei im Münster gibt, und Flaschenzügen das schwere Gestein in schwindelnde Höhe transportierten.

Zum Abschluss konnten die Besucher in mehreren Ausstellungsräumen zahlreiche Ausstellungsstücke des Freiburger Münsters besichtigen, zum Beispiel Figuren und Steinornamente, und erfuhren auch, dass noch ein sehr großer Teil vom ursprünglichen Gesteinskörper des Münsters im Original vorhanden sei, was darauf zurück zu führen sei, dass der Sandstein – zumindest sehr viele Teile davon - sehr verwitterungsbeständig sei.

Sehr interessierte Beobachter mit  Peter Kalchthaler. Fotos: Lothar Panterodt