Pfarrer Hermann Vogt nimmt Abschied

Am Vorstandstisch der Kolpingsfamilie (von links): Dietmar Welte, Franz Mayer, Wolfgang Humpfer, Gabi Panterodt und Pfarrer Hermann Vogt.
Am Vorstandstisch der Kolpingsfamilie (von links): Dietmar Welte, Franz Mayer, Wolfgang Humpfer, Gabi Panterodt und Pfarrer Hermann Vogt.

Der vom Bischof genehmigte Termin Ende September steht fest – Ruhestandsankündigung bei der Mitgliederversammlung der Kolpingsfamilie

Denzlingen (hg). Die diesjährige Mitgliederversammlung der Kolpingsfamilie Denzlingen am 11. März stand im Zeichen von zwei wichtigen Ereignissen: Die seit 1958 bestehende Denzlinger Kolpingsfamilie verabschiedete eine neue Satzung auf der Basis einer bundeseinheitlichen Mustersatzung. Bei seinem abschließenden Dankeswort für die geleistete Arbeit verkündete Pfarrer Hermann Vogt als Präses der Kolpingsfamilie, dass er ab 1. Oktober nicht mehr in Denzlingen sein werde, sondern seinen Ruhestand antrete. Der Freiburger Bischof habe seinem Ruhestandsgesuch zum 30. September stattgegeben.

Mit großer Aufmerksamkeit verfolgte der seit 16 Jahren in Denzlingen – und seit etlichen Jahren auch in der Seelsorgeeinheit – tätige Pfarrer und Präses der Kolpingsfamilie, Hermann Vogt, die umfangreichen Berichte über das Wirken der Denzlinger Kolpingsfamilie, die 2018 auf ihr 60-jähriges Bestehen zurückblicken kann. Vorstandssprecher Wolfgang Humpfer verwies auf zahlreiche Aktivitäten, die zum Teil in Kooperation mit dem Arbeitskreis Caritas und Soziales der der Seelsorgeeinheit vonstatten gingen. Gemäß den Grundsätzen und der Selbstverpflichtung der Kolpingsfamilien habe man wieder zahlreiche Aktivitäten auf den Feldern „Familie, Beruf, Kirche und Gesellschaft“ unternommen, auf die der Vorstandssprecher ausführlich einging. Zusammenkünfte mit geselligem Charakter waren ebenso darunter wie eine Firmenbesichtigung, interessante Vortragsabende, religiös geprägte Einladungen und vor allem etliche soziale Unternehmungen hätten großen Anklang gefunden.


Soziales Engagement

So lädt die Kolpingsfamilie immer wieder zu Veranstaltungen ein, wobei Familien oder auch Alleinerziehende als Gäste empfangen werden. Die nötigen finanziellen Mittel werden durch Spenden, Beiträge, Sammelaktionen und auf andere Weise beschafft, um auf diese Weise soziale Aktionen durchführen zu können. Besuche im Zoo, die „Christbaumaktion“, ein Wintertag im Eisstadion, Ausflüge anderer Art und speziell für Kinder organisierte Veranstaltungen im Gemeindesaal fanden dabei Erwähnung, zum Beispiel Kasperletheater oder ein Nachmittag mit einer Märchenerzählerin. VHzH berichtete darüber jeweils ausführlich. Bereits seit 39 Jahren (!) ist Franz Mayer als Kassierer tätig. Auch diesmal konnte er eine einwandfrei veraltete Kasse vorweisen, was im von Heinz Staiger bestätigt wurde, der mit Peter Birkle die Prüfung vorgenommen hatte.

Wolfgang Humpfer dankte einigen Aktiven besonders nachdrücklich für ihr vorbildliches Engagement, das teilweise über viele Jahre währte und meist auch noch im vorgerückten Alter anhält. Vorstandsmitglied Dietmar Welte erwiderte diesen Dank an die Adresse des Vorstandssprechers, der bereits ebenfalls bereits seit neun Jahren in dieser Rolle aktiv ist. Humpfer stellte schließlich die wesentlichen Passagen der überarbeiteten Satzung der Kolpingsfamilie vor und bat die Versammlung um Zustimmung zu dieser bundeseinheitlich für alle örtlichen Kolpingsfamilien verbindlichen Satzung, die den einschlägigen vereinsrechtlichen Bestimmungen gemäß konzipiert wurde.

Eine spezielle neue Bestimmung darin bezieht sich auf die in vielen Gemeinden heute bereits übliche Realität, dass nämlich kein Gemeindepfarrer mehr vorhanden ist, der in der Gemeinde einst zugleich das Amt des Präses wahrnahm. So regelt zum Beispiel der Paragraph neun der neuen Satzung, dass ein „Geistlicher Leiter“ (oder „Geistliche Leiterin“) diese Rolle ausüben kann, also eine Person, die nicht Priester ist. Ob diese Situation bereits nach dem Abschied von Pfarrer Hermann Vogt im September dieses Jahres eintreten könnte, blieb in der Aussprache allerdings unerwähnt.

Gespannte Kinderaugen beim Märchen

Märchenfee Alex Zane begeisterte nicht nur junge Zuhörer

Die Märchenfee bei der Begrüßung ihrer jungen Zuhörer. Foto: Helmut Gall
Die Märchenfee bei der Begrüßung ihrer jungen Zuhörer. Foto: Helmut Gall


Die in Denzlingen lebende Märchenfee Alex Zane, die 2012 Deutsche Meisterin der Märchenerzähler wurde, erzählte kürzlich im Gemeindesaal St. Jakobus ihr selbst verfasstes Märchen „Der blaue Kristall“. Die Denzlinger Kolpingsfamilie lud hierzu alle Familien mit märchenbegeisterten Kindern ab vier Jahren ein, die bei freiem Eintritt großteils in Begleitung von erwachsenen Märchenfreunden erschienen.

Die durchweg positive Erfahrung mit der  Märchenfee im vergangenen Jahr veranlasste die Organisatoren der Kolpingsfamilie, die Erzählerin auch dieses Jahr wieder  einzuladen. Nach ihrem zweiten Auftritt vor 40 erschienenen Kindern und 25 Erwachsenen, die auch diesmal wieder begeistert waren von der sehr anschaulichen und vor allem besonders kindgerechten Erzählkunst von Alex Zane, wurde sie bereits wieder für das Frühjahrsprogramm 2017 engagiert.

Die Kolpingsfamilie übernimmt bereits seit einigen Jahren jeweils die Kosten, um kindgerechte Programme unentgeltlich anbieten zu können. Ob bei solchen Märchenerzählungen oder beim Kasperle-Theater, aber auch bei Busfahrten zum Basler Zoo oder bei der kostenlosen Bereitstellung von Weihnachtsbäumen für Familien mit Kindern zeigt sich die Kolpingsfamilie als familienfreundliche Organisation. Und wenn jemand freiwillig einen Beitrag in die Vereinskasse bezahlen will und kann, sagt man freilich nicht nein, sondern nimmt das Geld, um wieder zu anderen Veranstaltungen einladen zu können. Kolping-Sprecher Wolfgang Humpfer zeigte sich jedenfalls in seinem Grußwort sehr erfreut über die erneut positive Resonanz, die auch der zweite Auftritt der  Märchenfee Alex Zane fand.

Wanderung zum K2-Basislager

Multivisionsvortrag über den zweithöchsten Berg der Welt

8611 Meter hoch ragt der „K2“ aus weiteren Gebirgsriesen hervor.
8611 Meter hoch ragt der „K2“ aus weiteren Gebirgsriesen hervor. Foto: Bertram Rueb


Die Denzlinger Kolpingsfamilie und der Schwarzwaldverein boten ihren Mitgliedern und Gästen kürzlich in einer gemeinsamen Veranstaltung ein besonderes Wandererlebnis: In einem Multivisionsvortrag zeigte Bertram Rueb aus Gengenbach wunderschöne Bilder und Filmsequenzen mit akustischer Untermalung über eine „Wanderung zum zweithöchsten Berg der Welt“, dem sogenannten „K2“, und zwar von China aus.

Der Referent unternahm die insgesamt vierwöchige Reise nach Ostasien mit der höchst anspruchsvollen Wanderung zusammen mit seiner Frau Ingeborg und weiteren sechs deutschen Touristen mit einer insgesamt 15-köpfigen Expedition mit Kamelen und Packeseln im Oktober 2013. Seine ausgezeichnete Ausbeute an beeindruckenden Bildern und Filmausschnitten zeigte er in einem höchst interessanten Vortrag im Gemeindesaal von St. Jakobus. 

Namens des Schwarzwaldvereins begrüßte dessen Vorsitzender Klaus Holz die knapp 90 Besucher und hieß besonders den Referenten mit seiner Frau willkommen, den er beruflich schon viele Jahre kenne. Namens der Kolpingsfamilie dankte Wolfgang Humpfer nach dem deutlich über zweistündigen und mit viel Beifall aufgenommenen Vortrag den unternehmensfreudigen Eheleuten  Rueb. Er bat die Besucher um eine freiwillige Spende zur Deckung der Unkosten, zumal man bei freiem Eintritt eingeladen hatte. 

8611 Meter hoch ist der „K2“, der  sowohl von China wie von Pakistan aus zu besteigen ist und in der sogenannten „Karakorum“-Gebirgskette in Zentralasien liegt, in der sich eine ganze Reihe von Achttausendern befindet. Der „K2“ wird von Kennern als der „Schwierigste“ bezeichnet, dessen Gipfel 1954 erstmals von italienischen Bergsteigern bezwungen wurde. Reinhold Messner und Michael Dacher gelang es 1979 erstmals den Gipfel sogar ohne Sauerstoff zu erklimmen.

Bis zum Basislager 

Ingeborg und Bertram Rueb unternahmen die Tour zum zweithöchsten Berg der Erde. Foto: Helmut Gall
Ingeborg und Bertram Rueb unternahmen die Tour zum zweithöchsten Berg der Erde. Foto: Helmut Gall


Die Eheleute Rueb jedoch „begnügen“ sich damit, solche Berge sowohl in Asien, Afrika, Süd- und Nordamerika jeweils bis zum „Basislager“ zu bezwingen, was für „Normaltouristen“ bereits eine höchst respektable Leistung darstellt, wie man dem Vortrag mit den beeindruckenden Bildern entnehmen konnte und von allen anwesenden Wanderfreunden mit höchstem Respekt registriert wurde. Unter anderen erfuhr man aus dem Mund von Bertram Rueb auch, dass der sogenannte „K2“ seinem Namen einem Messfehler „verdanke“, da der britische Vermessungsingenieur T.G. Montgomerie, der einst die  Gipfel im Karakorum kartierte, den seiner Meinung nach zweithöchsten  Berg mit „K2“ bezeichnete. Das „K“ steht  für Karakorum, allerdings ist der K2 in Wirklichkeit höher als der benachbarte K1, jedoch hat man die einmal eingeführte Bezeichnung nachträglich nicht mehr geändert.

Bertram Rueb hat mit seinem ausgezeichneten Vortrag sicher „Lust auf mehr“ geweckt. Er bot sich übrigens an, gelegentlich auch einen weiteren Vortrag dieser Art in Denzlingen zu halten. Dabei werden sicher nicht nur der Schwarzwaldverein und die Kolpingsfamilie wieder sehr viele Interessenten finden, die einen hervorragenden Vortrag über Land und Leute ferner Regionen dieser Erde erleben möchten.

Das Basislager am „K2“ (rechts) war das Ziel einer langen, anspruchsvollen Wanderung. Foto: Bertram Rueb
Das Basislager am „K2“ (rechts) war das Ziel einer langen, anspruchsvollen Wanderung. Foto: Bertram Rueb

 

 

18 Christbäume für Denzlinger Familien 

Denzlingen (hg). Dank der großzügigen Spendebereitschaft von zwei Betrieben in Glottertal und Heuweiler konnte der Arbeitskreis Caritas und Soziales mit der Denzlinger Kolpingsfamilie 18 schöne Weihnachtsbäume an Familien mit Kindern vermitteln. 

Am Samstag, 12. Dezember, traf man sich im Hof des Sprechers der Kolpingsfamilie, Wofgang Humpfer, in der Eisenbahnstraße, um die dort deponierten Bäume in Empfang zu nehmen. Mitarbeiter des Arbeitskreise Caritas und Soziales servierten obendrein  Hefezopf mit Kinderpunsch und Tee, um das vorweihnachtliche Ereignis für alle Beteiligten noch angenehmer zu gestalten. Viele frohe Gesichter konnte man schließlich beobachten, als die Bäume teils mit vereinten Kinderkräften weggetragen wurden, wobei herzliche Worte des Dankes nicht fehlten. Unser Bild zeigt die Familien mit ihren Bäumen am vergangenen Samstag.

 

Dank für großes Sozial-Engagement

Kolpingsfamilie lud zur traditionellen Gedenkfeier in St. Jakobus 

Denzlingen (hg). Die Kolpingsfamilie beging am 5. Dezember 2015 ihren Kolping-Gedenktag, in dem traditionell ihres Gründervaters, Adolf Kolping, gedacht wird. Ein Gemeinschaftsgottesdienst und eine besinnlich gestaltete Feier mit Gemeindesaal – verbunden mit einem Abendessen – gehören dazu. Nach einem sehr stimmungsvollen Gottesdienst, in dem Präses Hermann Vogt bei seiner Ansprache den Evangelium-Text (Lukas 3,1-6: “Bereitet dem Herrn den Weg“) mit dem sozialen Engagement der Kolpingsfamilie in Verbindung brachte, traf man sich zur Feier im Gemeindesaal St. Jakobus. Die Kolpingsfamilie sei für die  Pfarrgemeinde eine wichtige Gruppierung, nicht zuletzt durch ihre Kooperation und Mitarbeit im Arbeitskreis Caritas und Soziales.

Kolping-Vorstandssprecher Wolfgang Humpfer begrüßte neben rund 60 Denzlinger Kolping-Mitgliedern auch den Regionalvorsitzenden des Kolping-Diözesanverbandes, Lothar Panterodt, und besonders Sonja Reichert und Manuela Sass vom Arbeitskreis Caritas und Soziales, in dem auch die Denzlinger Kolpingsfamilie mitarbeitet. Sein besonderer Dank galt nicht zuletzt Gabi Panterodt, die für den festlichen Schmuck des Gemeindesaales verantwortlich zeichnete. Obwohl er im letzten Jahr bereits offiziell verabschiedet wurde, übernahm Paul Hermann mit seinem Team nochmals die Verantwortung und Regie für das vorzügliche Badische Essen, was ihm die Anwesenden mit großem Beifall dankten.

Nach dem gemeinsamen Essen informierte der Vorstandssprecher über die bevorstehende Christbaumaktion, die Planungen für gemeinsame Veranstaltungen mit dem Schwarzwaldverein und der kfd sowie über den im Oktober 2016 geplanten Besuch bei den Kolpingfreunden in Obersulm. Er dankte der Gruppe „Osterfeuer-Freundeskreis“, die wenige Tage zuvor der Kolpingsfamilie eine Spende von 500 Euro überreichte. Das Geld werde eingesetzt für ein neues soziales Projekt für Kinder aus Familien mit geringem Einkommen, die sich einen Urlaub im Sommer nicht leisten können. Auf diese Weise will man ihnen in den Sommerferien den Besuch des Denzlinger Schwimmbades und gegebenenfalls eines Schwimmkurses ermöglichen. Mit diesem neuen Projekt, für das ein finanzieller Grundstock von zunächst 1.200 Euro vorgesehen ist,  will die Kolpingsfamilie den Anfragen und dem Unterstützungsbedarf der letzten Jahre Rechnung tragen.   

Für ihre 40-jährige Mitgliedschaft wurden Waldemar Viesel und Wolfgang Kropat geehrt, der als erster evangelischer Christ - damals übrigens noch noch mit einer „Probezeit“ von einem  Jahr - am Kolpingsgedenktag 1975 aufgenommen wurde. Wolfgang Humpfer dankte in diesem Zusammenhang Waldemar Viesel für sein langjähriges Engagement im Vorstand und erinnerte an die virtuose Klavierbegleitung von Wolfgang Kropat bei der Fasnet der Kolpingsfamilie und der Frauengemeinschaft in den siebziger, achtziger und neunziger Jahren. 

Tradition ist seit mehreren Jahren auch schon die Meditation von Wolfgang Humpfer, die er in diesem Jahr mit besinnlicher Musikbegleitung zum Thema „Achtsamkeit“ vortrug. Nachdenkliche Worte, eine kleine Atemübung und ein von Haris Alexiou gesungenes griechisches Gebet legten für Minuten einen leichten Schleier von tiefer Stille in den Raum. In seinem Schlusswort dankte Präses Hermann Vogt schließlich nochmals für die Arbeit der Kolpingsfamilie und stellte werbend ein neues Projekt der Pfarrgemeinde „Neue Wege des Glaubens“  vor, ehe der Abend mit dem Kolpinglied beschlossen wurde.

Präses Hermann Vogt (links) mit den Jubilaren Waldemar Viesel und Wolfgang Kropat; rechts Wolfgang Humpfer. Foto: Lothar Panterodt