Viel Spaß bei „Kasper und der Löwenkönig“

Voll besetzt war der Pfarrsaal St. Jakobus.

Über 200 Kinder und Erwachsene folgten Einladung der Kolpingsfamilie

Denzlingen (hg). Mit 220 Personen gut besetzt war der Pfarrsaal von St. Jakobus, als sich am letzten Oktober-Sonntag 2011 alle kleinen und großen Freunde des Puppentheaters erneut über eine professionelle Aufführung der Freiburger Puppenbühne freuen konnten. Auf Einladung der Kolpingsfamilie Denzlingen, die bereits in ihrem letztjährigen Herbst/Winterprogramm alle Kinder ab 4 Jahren mit ihren Eltern, Omas, Opas, Tanten und Onkels bei freiem Eintritt  einluden, fand auch die diesmalige Aufführung ein sehr gutes Echo. 

Gerne zeigten sich auch zahlreiche erwachsene Besucher bereit zu einer freiwilligen Spende zur Deckung der Kosten, worum Kolping-Sprecher Wolfgang Humpfer eingangs freundlich gebeten hatte. Grundsätzlich lud die Kolpingsfamilie jedoch vor allem die Kinder ein, sich unbeschwert über das Kommen des Kaspers zu freuen.

Dieser traditionell besonders sympathischen Puppenbühnenfigur gab Dr. Johannes Minuth einmal mehr wieder einen sehr lebendigen Ausdruck. Aber auch alle anderen Figuren, ob Mensch oder Tier, ja sogar Bäume und Sträucher und nicht zuletzt sogar Gebäude der Kulisse wurden phantasiereich lebendig. 

Für alle Kinder, die noch nicht lesen können, wurden zuvor bereits Familienangehörige freundlich gebeten, einen Text zum Inhalt des Stückes vorzulesen: Demnach lebte einmal vor langer Zeit ein König, der immer freundlich und gut gewesen ein soll, ein schönes Märchen eben. Sein größter Wunsch war es, die bösen Mächte aus seinem Land zu vertreiben und in Frieden zu leben. Deswegen wurde er von allen Menschen geliebt, nur nicht von einem bösen Zaubermeister namens Magura. So geschah es eines Tages, dass sich der listige Zaubermeister dem guten König näherte, ihm die Krone raubte und den guten König in einen Löwen verwandelte, um selber die Macht über die Menschen zu übernehmen. Da wurde aus dem lieben, alten  König ein armer Löwenkönig, der einsam durch die Wälder schlich und sehr traurig war. Bis eines Tages Kasper und seine Freunde von dem schrecklichen Schicksal erfahren und sich mit lautstarker Hilfe aller anwesenden Kinder auf den gefahrvollen Weg begeben, um den König zu retten. 

Zauberhaftes Puppentheater

Im Gespräch mit Johannes Minuth wurde dem VHzH-Berichterstatter erneut deutlich, weshalb die Freiburger Puppenbühne für ihr zauberhaftes Puppentheater weit über die Grenzen Freiburgs hinaus bekannt ist. Bereits seit den 70-er Jahren schreiben Johannes und Karin Minuth nicht nur alle Texte zu den Stücken selbst. Überdies fertigt Frau Minuth die wunderschönen Kostüme der Bühnenfiguren aus eigener Hand. Hobby und Beruf fanden bei Johannes Minuth eine perfekte Verbindung, indem er über sein Lieblingsthema „Das Kaspertheater und seine Entwicklungsgeschichte“ promovierte. Wie keinem anderen gelang es dem Kasperdoktor, der in Denzlingen alleine hinter der Bühne stand, mehreren Puppen gleichzeitig Leben einzuhauchen, Lichteffekte zu arrangieren, das Bühnenbild zu wechseln und verschiedene Stimmen zu imitieren.   

Vor Beginn des eigentlichen Bühnenstücks sangen nicht nur die Kinder, sondern auch alle anwesenden Mamas und Omas und danach auch noch Papas und Opas jeweils mit sichtlicher Freude die lustige „Kasper-Erkennungsmelodie“ Tri-tra-trallala“. Und schließlich fanden noch viele Kinder ihren besonderen Spaß, als Johannes Minuth nach dem Stück mit einer Lieblingsfigur der Kinder, nämlich mit dem Hund „Bello“, vor die Bühne trat, sich auf Augenhöhe der Kinder auf dem Boden setzte und alle kleinen Besucher einlud, das liebe Tier zu streicheln. Wirklich ein erlebnisreicher Familiensonntag, zu dem die Denzlinger Kolpingsfamilie einlud.

Wolfgang Humpfer begrüßte namens der Kolpingsfamilie alle Besucher.

Kasper mit seinem Freund „Bello“.

Johannes Minuth mit „Bello“, einer Lieblingsfigur der Kinder.