Kolpingsfamilie dankte ihren Jubilaren

Maria und Wolfgang Humpfer waren zum letzten Mal bei einem Jubilare-Essen dabei. Sie werden im September 2018 Denzlingen verlassen und in die Nähe ihrer Tochter Weinsberg (Kreis Heilbronn) ziehen.

 
Zum traditionellen Essen der Jubilare lud die Denzlinger Kolpingsfamilie am Dienstag, 17. Oktober 2017, in den kleinen Gemeindesaal St. Jakobus ein. Ein bewährtes Team um Gabi Panterodt hatte alles Nötige vorbereitet, um einen sehr gemütlichen Rahmen für einen gelungenen Abend zu ermöglichen. Seit Jahren lädt die Kolpingsfamilie jeweils im Herbst jene Jubilare ein, die im Laufe des Jahres ihren 70. oder durch fünf teilbaren weiteren Geburtstag feiern können. Für das leibliche Wohl sorgte in der Küche diesmal Otto Andris, ein versierter Koch, der allseits großes Lob für seine Kochkunst erntete. Namens der Jubilare sprachen Wolfgang Humpfer und Helmut Gall Dank an jene Mitglieder der Kolpingsfamilie, die sich zu diesem Anlass wie Angehörige einer privaten Familie zeigten. Die Pflege der Familiengemeinschaft gehört neben dem Engagement im Beruf, in Gesellschaft und Kirche zu jenen Feldern, die für die Kolpingsfamilie wesentlich prägend sind. Unser Bild zeigt die Geburtstagsjubilare mit ihren Partnern.

Die Geburtstagsjubilare des Jahres 2017.Jubila Kolpingsfamilie

Puppenspiel vor vollem Haus

Viele begeisterte Kinder folgten dem Geschehen auf der Puppenbühne.


Kolpingsfamilie empfing die Freiburger Puppenbühne

Denzlingen (hg). Groß wie noch nie zuvor war der Besucherandrang beim Puppenspiel im Gemeindesaal von St. Jakobus, zu dem die Denzlinger Kolpingsfamilie am Sonntag, 29. Oktober, bereits zum achten Mal die Freiburger Puppenbühne eingeladen hatte. Auch diesmal mussten die Familien mit ihren Kindern kein Eintrittsgeld bezahlen, denn das Honorar bezahlte die Kolpingsfamilie. Lediglich eine freiwillige Spende erbat Kolping-Sprecher Wolfgang Humpfer bei seinem Grußwort, um mit diesem Geld weitere Veranstaltungen bei freiem Eintritt finanzieren zu können.

Sehr herzlich begrüßte der Kolping-Sprecher die erfreulich zahlreich erschienenen kleinen und großen Gäste. Man zählte diesmal die bisher größte Besucherzahl von 260 Personen, darunter rund 60 Prozent Kinder. Sehr herzlich hieß Humpfer die beliebte Puppenspielerin, Karin Minuth, willkommen, die mit ihren wunderschönen  - selbstgefertigten (!) Puppen das beliebte Stück „Der kleine König Eselsohr“ aufführte.

Da neben den besonders eingeladenen Kindern ab drei Jahren auch etliche deutlich jüngere Geschwister erschienen, bat sie eingangs um Verständnis, dass man sich gegebenenfalls dezent entfernen sollte, wenn ein Kind noch zu klein wäre, um dem Geschehen auf der Puppenbühne zu folgen, so dass andere Kinder möglicherweise dadurch gestört würden. Alles verlief danach jedoch absolut reibungslos und das Stück wurde auch diesmal ein Riesenerfolg, zumal die kleinen Zuschauer oft in der Geschehen auf der Bühne einbezogen wurden. Selbstverständlich gehörte dazu die obligatorische Eingangsfrage, ob denn auch alle Kinder da seien. Natürlich waren sie da, und wie! Ein lautes vielstimmiges Ja erscholl nämlich durch den Gemeindesaal.

Danach durften die Kinder aber auch tatkräftig mitforschen, als es darum ging, den Kasper und dessen Hund Bello bei der Suche nach dem verschwundenen König zu unterstützen. Dass man diesen bei so viel Hilfsbereitschaft durch die Kinder schließlich auch tatsächlich fand, wenngleich mit seltsamen Eselsohren, mag nicht verwundern.  

Dr. Johannes Minuth sowie seine Frau Karin bilden das bewährte Ensemble der Freiburger Puppenbühne. Seit Herbst dieses Jahres ist auch Sohn David, ein ausgebildeter Architekt und Werklehrer, als freischaffender Puppenspieler in die Fußstapfen seiner Eltern getreten. Man darf sich also auch in Zukunft auf weitere gut besuchte Puppenspiele im Gemeindesaal von St. Jakobus freuen, wenn die Denzlinger Kolpingsfamilie dazu einlädt.

 

Karin Minuth mit ihrem verzauberten König „Eselsohr“.
Wolfgang Humpfer bei der Begrüßung der Besucher und der Puppenspielerin.

Kasper erfreute sich wieder großer Unterstützung durch alle Kinder.

Freude für 14 Familien mit 33 Kindern

Familienprojekt der Kolpingsfamilie findet besten Anklang – Mit kirchlicher Hilfe

Denzlingen (hg). Im Rahmen ihres Familienprojektes „Ferienfreude im MACH BLAU“ unterstützt die Denzlinger Kolpingsfamilie aktuell insgesamt 14 Familien mit 33 Kindern. Der finanzielle Einsatz hierfür beträgt insgesamt 1.100 Euro. Bei möglichen Nachmeldungen werde man nach Kräften weitere Unterstützung leisten, betonte Kolpings-Sprecher Wolfgang Humpfer.

Auch in Denzlingen gibt es zunehmend Familien mit geringem Einkommen, die sich in den Schulferien ihrer Kinder keinen Urlaub leisten können und die vielfach auch kein Geld  haben, ihren Kindern zumindest hin und wieder einen Schwimmbadbesuch im „MACH’ BLAU“ zu ermöglichen. Dazu gehören insbesondere alleinerziehende Familien und  Flüchtlingsfamilien.

In den letzten Jahren wurde die Kolpingsfamilie Denzlingen zunehmend von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern/innen sozialer Institutionen und Initiativen angefragt, ob es möglich wäre, Kindern solcher Familien den Eintritt für einen Schwimmbadbesuch, unter anderem auch zum Besuch von einem Schwimmkurs der Gemeinde Denzlingen, zu bezahlen. Im Rahmen ihrer  Möglichkeiten hat die Kolpingsfamilie zuletzt bis zu 400 Euro zur Verfügung gestellt. Der tatsächliche Bedarf für eine solche Unterstützung ist jedoch weitaus höher.

Da ein Schwimmbadbesuch für Kinder eine sehr wichtige und oft auch die einzige Abwechslung in den Ferien ist, wo sie Freunde treffen und neue soziale Kontakte knüpfen können, initiierte die Kolpingsfamilie bereits im vergangenen Jahr ihr neues Familienprojekt „Ferienfreude im MACH’ BLAU“.  Der große Erfolg dieses Projektes im Jahr 2016 veranlasste den Vorstand der Kolpingsfamilie, dieses Projekt mit Beginn der Sommerferien 2017 erneut zu starten.  Dafür bemühte man sich im Vorfeld um Förderer in Form von privaten Spenden und Unterstützungsgeldern, um für das Projekt möglichst einen jährlichen Grundstock in Höhe von 1.000 aufzubringen. Mit besonderer Freude konnte man dabei registrieren, dass neben einer Privatperson auch das Erzbischöfliche Ordinariat jeweils 300 Euro aus einem Fond für „Flüchtlingsarbeit“ beisteuerten.

Mit dem Geld werden Bad-Eintrittskarten für Kinder und für Erwachsene als Begleitpersonen gekauft, die den Familien ohne große Verwaltungsschritte gezielt durch haupt- und ehrenamtliche Betreuungspersonen zur Verfügung gestellt werden.

Mit Rufhorn und Fanfaren begrüßt

Kolpingsfamilie besuchte eine abendliche Türmerführung zur „Kastelburg“

Denzlingen-Waldkirch (hg). 28 Mitglieder und Gäste der Denzlinger Kolpingsfamilie erlebten am Freitag, 28. Juli 2017, einen spannenden und unterhaltsamen Abend beim Besuch der Kastelburgruine unter der Führung eines leibhaftigen „Türmers“. Vereinbarter Treffpunkt in Waldkirch war der Marienbrunnen auf dem Marktplatz, wo die Besuchergruppe von Hubert Bleyer willkommen geheißen wurde.

In Begleitung  eines von der Burgherrschaft entsandten ortskundigen Hellebardenträgers  brach die insgesamt 60-köpfige Besuchergruppe auf, um den relativ steilen Weg zur 368 Meter hoch gelegene Kastelburg zu erklimmen. Nach zwei kurzen Verschnaufpausen trafen die „Knappen und Mägdelein“ schließlich am Graben vor der einstigen Zugbrücke ein. Dort hieß sie der „Türmer“ (Thomas Kern)  jedoch nicht sogleich herzlich willkommen, sondern fragte vielmehr zunächst misstrauisch nach des „Gesindels Begehr“, zumal ihm deren Gewandung höchst suspekt erschien. Auch die patrouillierende Burgwache zeigte sich nicht gerade in Freudenstimmung über das Erscheinen der fremden Eindringlinge aus „Denzilinga“ und anderen „Gauen Germaniens“. Ja sogar aus dem fernen Kanada waren einige „Kastelburg-Eroberer“ angereist.

Doch nachdem das Rufhorn des Türmers verklungen war, wurde das historisch gut nachempfundene mittelalterliche Schauspiel um die 1250 bis 1260 erbaute Kastelburg fortgesetzt. Auf dem Gang zum Haupttor der Burg genossen die Besucher einen malerischen Blick über die „Neustadt“ von Waldkirch und die Altstadt um das einstige Kloster Sankt Margarethen bis hinüber zum Kandel, dem „Hausberg“ von Waldkirch. Danach wurde die Geschichte der Burg und der Stadt in einem rund vierstündigen nächtlichen Schauspiel lebendig.

Kleine mittelalterliche Modenschau

Aus der Ferne waren Spielleute zu hören, Fanfarenbläser spielten, die Burgwache in Ritterrüstung gab eine Kostprobe ihrer Kampfkunst mit dem Schwert. Besonders beeindruckend für kleine und auch große Besucher erschien des Türmers Fertigkeit, das Lagerfeuer in einem Rundzelt mit Feuerstein und Zunder zu entfachen. Zuvor gerieten alle Gäste bereits in Staunen und Schrecken, als der Türmer eine Ladung Schwarzpulver in einem uralten Vorderlader zur Detonation brachte und dabei viele Zuschauer trotz Vorwarnung sehr erschreckte.

Charmant und besonders einladend empfanden die Burgbesteiger die musikalische Begrüßung durch zwei Spielleute, die sowohl mit alten Instrumenten (Laute, Flöte, Tamburin) wie durch ihren anmutigen Gesang im Laufe des Abends bis zum Abschied gegen Mitternacht für beste Stimmung sorgten. Burgköchin Barbara Kern näht übrigens die vielen historischen Kleider. Und anhand einer kleinen mittelalterlichen Modenschau erfährt man, was die Frau oder der Mann in jener Zeit am Leibe trug. Aus einem gut sortierten Fundus bekommt der Besucher neben historischen Kleidern und Schuhen auch Helme, Waffen und Gebrauchsgegenstände wie Laternen, Kerzen, Fackeln, Becher und Krüge zu sehen. Bei einem mittelalterlichen Gericht mit Brot und Most werden Hunger und Durst gestellt. Des Türmers Weib vermittelt Grundkenntnisse über die Verwendung von Edelkräutern und Gewürzen und schließlich treten die Besucher gegen Mitternacht bei Laternenlicht den Heimweg durch den dunklen Wald an. Am Marktplatz beim Marienbrunnen endet schließlich die sehr unterhaltsame und informative nächtliche Exkursion, wo auch wieder die eingangs  ausgeteilten Laternen („des Herrn von Ikea“) eingesammelt werden. Mitglieder des Fanfarenzugs „Schwarzenberger Herolde“ und weitere Personen engagieren sich übrigens ehrenamtlich für die Durchführung der Türmerführungen.

 

Hubert Bleyer begrüßte die Gäste mit einem Helebardenträger.
Der „Türmer“, alias Thomas Kern, zeigte sich voll im mittelalterlichen Element.

 

Einen malerischen Blick genoss man über Waldkirch bis Kandel.

 

Ein „Missetäter“ wurde mit „Halzgeige“ abgeführt. Fotos: Helmut Gall

 

Seelenamt / Beerdigung von Herbert Schreck, 21.03.2017

 

Nachruf der Kolpingsfamilie

 

Liebe Hilde, liebe Gabi, Ulrich, Lothar, Lilo,

liebe Trauergemeinde,

 

die Kolpingsfamilie Denzlingen trauert um ihren Kolpingfreund Herbert Schreck. Wir wussten um die in den letzten Wochen ernster werdende gesundheitliche Situation von Herbert, von einem Auf und Ab seiner Gesundheit, auch verbunden mit kurzzeitigen Aufenthalten im Krankenhaus. Es war dann, wie ihr berichtet habt, immer sein Wunsch, möglichst  bald wieder das Krankenhaus zu verlassen und zurück nach Hause zu kommen. Ihm diesen Wunsch zu erfüllen wurde möglich durch die liebevolle Begleitung und  Unterstützung, die Du, liebe Hilde für Deinen Mann und die ihr für Euren Vater und Schwiegervater in den letzten Monaten  eingebracht habt. So hat Herbert vor allem in den letzten Monaten seines Lebens noch einmal neu erleben und erfahren dürfen, was es heißt in seiner Familie getragen zu sein. 

In den letzten kurzen Begegnungen mit ihm habe ich gespürt, dass seine Zuversicht für eine stabilere Gesundheit leise geschwunden ist. 

Dennoch waren die kurzen Gespräche mit Herbert immer herzlich und  lebendig, so wie er selbst war: herzlich und zugewandt, reich an Ideen, engagiert für Überzeugungen, mit Leib und Seele bei den Zielen, an die er glaubte und mit großem Einsatz dabei, wenn es darum ging anzupacken um  diese Ziele zu erreichen. Für mich war Herbert Schreck in unserer Kolpingsfamilie ein unermüdlicher Akteur, der es immer wieder schaffte, andere für neue Ideen zu begeistern und zu gewinnen. Für ihn war es  auch selbstverständlich, sich wann immer möglich mit großem Engagement einzubringen. So war es folgerichtig, dass Herbert im Kolping viele Jahre Verantwortung übernommen hat, als Altsenior und Mitglied des Vorstandes, aber auch überörtlich als Vorsitzender des Kolping Bezirksverbandes Unterer Breisgau. 

Mit Herbert Schreck hat die Kolpingsfamilie Denzlingen ein Urgestein verloren. Wir sind dankbar, dass er 45Jahre Mitglied unserer Gemeinschaft war.

Er wird uns fehlen, mit seiner sprühenden Vitalität, seinem herzlichen und offenen Wesen und nicht zuletzt wird uns auch sein kluger und weiser Rat fehlen, mit dem er so manchen Entwicklungsprozess in unserer Gemeinschaft  mitgestaltet und begleitet hat.   

Dass er sich in seinem Leben auch getragen wusste von einer geistlichen Tiefe, war vielleicht auch begründet in einer inneren Nähe zu Adolph Kolping und dessen Vermächtnis. Diese innere Nähe kommt für mich auch darin zum Ausdruck, dass er im Oktober 1991 mit seiner Familie zur Seligsprechung von Adolph Kolping durch Papst Johannes Paul II nach Rom gepilgert ist. 

Herbert Schreck ist nicht mehr unter uns. In vielen Gesprächen mit Hilde und den Kindern konnten wir erfahren, wie sehr seine Familie für ihn da war und wie lebendig und tief die Nähe seiner Familie zu ihm war. Dies war wohl auch ein Grund, dass er aus diesem Leben scheiden konnte mit einem, so wurde mir berichtet, entspannten Ausdruck in seinem Gesicht. 

Gerne greife ich dieses Bild auf und möchte Euch und Ihnen als letzten Gruß an unseren Herbert Schreck und uns allen zum Trost noch einen Text von Marie Luise Kaschnitz vortragen:  

Wolfgang Humpfer

 

Requiem

 

Fährfrau mit dem runden Hut

Hast du ihn gesehen?

Ja, sagt die Fährfrau.

 

Hirte mit dem toten Lamm

Hast du ihn gesehen?

Ja, sagt der Hirte.

 

Bergmann mit dem weißen Licht

Hast du ihn gesehen?

Ja, sagt der Bergmann.

 

Welchen Weges ging er, Fährfrau?

Über Wasser trocknen Fußes.

 

Welchen Weges ging er Hirte?

Berghinüber leichten Atems.

 

Welchen Weges ging er, Bergmann?

In der Erde lag er still.

 

Was stand auf seinem Gesicht geschrieben?

Frieden, sagten alle, Frieden.

  

 

 

                                                                                (Marie Luise Kaschnitz)